Lob aus Linz für Wohnbau-Sonderprogramm
LINZ. Wohnbau-Landesrat LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ), die Gemeinnützige Bauvereinigung und die Bauinnung der WKOÖ haben sich daher für 2022 auf ein Sonderprogramm geeinigt, um den sozialen Wohnbau sicherzustellen. 30 Millionen Euro werden zur Verfügung gestellt. Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger, Planungsstadtrat Dietmar Prammer sowie Mietervereinigungs-Vorsitzender Peter Binder (alle SPÖ) begrüßen das Programm.

Die Anhebung der Richtwertmieten, massiv steigende Baukosten und ausufernde Energiepreise sorgen bei immer mehr Linzern, für wachsende Sorgen. Ein mit den gemeinnützigen Wohnbauträgern ausverhandeltes Sonderwohnbauprogramm des Landeswohnbaureferenten LH-Stv. Manfred Haimbuchner soll dem nun entgegenwirken. „Im Vergleich zum übrigen Land ist der Anteil von Menschen, die in Mietwohnungen leben, in den Städten überdurchschnittlich hoch“, so Bürgermeister Klaus Luger. Die Stabilität leistbaren Lebens in der Stadt ist jedoch durch die aktuelle, umfassende Teuerungswelle massiv gefährdet. „Der gemeinsame Einsatz des Wohnbauressorts und der gemeinnützigen Bauträger gegen diese Welle kann daher gar nicht hoch genug wertgeschätzt werden.“
Sonderprogramm als notwendiger Schritt
Der hohe Anteil gemeinnützig errichteter und vermieteter Wohnungen ist in Linz der Garant für eine stabile Mietpreisentwicklung, betont auch Planungsreferent Stadtrat Dietmar Prammer: Im Vorjahr meldeten mehr als 20.000 Menschen einen Wohnbedarf in Linz an. „Steigende Bau- und Energiekosten hätten die Umsetzung des Wohnbauprogramms verunmöglicht. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen haben erste Wohnbaugesellschaften bereits auf Ausschreibungen verzichtet, weil sie ohnedies keine Angebote erhalten hätten, die unter der vorgegebenen Baukosten-Obergrenze gepasst hätten. Mit der befristeten Anhebung derselben um 300 Euro und der gleichzeitigen Abfederung der dadurch entstehenden Mehrkosten durch Direktzuschüsse setzt Landeshauptmann-Stellvertreter Haimbuchner den richtigen und notwendigen Schritt,“ begrüßt auch Prammer das Sonderwohnbauprogramm des Landes.
Lob durch Mietervereinigung
„Massiv steigende Miet- und Betriebskosten sind aktuell das Hauptthema in unserer Beratungsleistung,“ berichtet auch der Vorsitzende der Mietervereinigung OÖ und SPÖ-Wohnbausprecher, der Linzer Landtagsabgeordnete Peter Binder. „Mit Stichtag heute wurde bereits die Hälfte jener Betriebskosten-Überprüfungen eingereicht, die wir ansonsten im ganzen Jahr erhalten. Erst gestern waren wir in einem Fall mit einer Miet- und Betriebskostenerhöhung von Index plus 13 Prozent, in Summe also fast 16 Prozent konfrontiert“, ist Binder über das massive Ausmaß der Teuerung schockiert. „Die Anhebung der Richtwertmieten bei gleichzeitiger sonstiger Tatenlosigkeit der Bundesregierung war ein ganz schlechtes Signal, im Privaten verstanden das viele geradezu als Aufforderung, ihre Mieten deutlich zu erhöhen. Der gemeinnützige Wohnbau ist davon zwar ausgenommen, ohne Änderungen in der Wohnbauförderung hätten aber auch hier die gestiegenen Baukosten zu Baustopps und massiv steigenden Mieten geführt“, so Binder, der als Mietervereinigungsvorsitzender und SP-Wohnbausprecher bislang nur selten Lob für die Wohnbaupolitik Haimbuchners über hatte. „Die jahrelange unsoziale Sparpolitik insbesondere bei der Wohnbeihilfe, die etwa Alleinerziehenden immer mehr den Erhalt ihrer Wohnungen erschwerte, sehe ich nach wie vor kritisch. Dass Haimbuchner die umgeschichteten Mittel jetzt in der Krise jedoch ohne Umschweife massiv gegen die anbrandende Teuerungswelle einsetzt und damit im gemeinnützigen Wohnbau Mietpreisschwankungen von lediglich plus/minus 20 Cent pro Quadratmeter ermöglicht, verdient unsere ungeteilte Anerkennung.“


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