Mobilität und Zukunft: Eine moderne Verkehrs-Zentrale und "denkende" Ampeln für Linz
LINZ. Die Verkehrsleitzentrale in der Linzer Mozartschule ist nun mit einem technisch modernen System ausgestattet. Das soll neben einer hohen Sicherheit gegen Hacker-Angriffe auch zu weniger Staus führen. Auch „intelligente“ Ampeln sollen zu einer besseren Verkehrslenkung und weniger Gefahrenquellen beitragen.

In mehreren Etappen wurde der Verkehrssignalleitrechner der Stadt Linz in der Mozartschule erneuert. Das System ist nun technisch auf dem neuesten Stand. Von der VLSA-Zentrale-Linz (VZL) in der Mozartschule aus werden alle der insgesamt 204 Linzer Ampeln gesteuert. Durch die Modernisierung der Anlage werden Störungen und Ampelausfälle automatisch gemeldet und können rascher behoben werden. Zudem kann nun flexibler auf den Verkehr reagiert werden.
Mit neuer Technik gegen den Stau
„Mit der erneuerten Technik wird es künftig möglich sein, die ,Grünen Wellen‘ im Linzer Stadtgebiet besser zu koordinieren und auch auf Großveranstaltungen besser zu reagieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Weniger Stau, weniger Zeitverlust, weniger Umweltbelastung durch Abgase“, so Vizebürgermeister Martin Hajart. Er überzeugte sich gemeinsam mit dem Siemens-Niederlassungsleiter für Oberösterreich, Günther Schallmeiner, von der Funktionalität des erneuerten Systems.
Höhere IT-Sicherheit
Die neue Anlage ermöglicht auch monatliche Verkehrszählungen und -auswertungen, dadurch sollen die Verkehrsplaner neue Erkenntnisse über Schwachstellen im Linzer Verkehrssystem und mögliche Optimierungen des Verkehrsflusses gewinnen. Die Zentrale benötigt für ihren aktiven rund um die Uhr-Betrieb keine Verbindungen zu Mobilfunk, Drittanbietern oder dem Internet. Damit wird systembedingt eine hohe IT Sicherheit erreicht, was im Hinblick auf Hackerangriffe zunehmend an Bedeutung gewinnt.
„Denkende“ Linzer Ampeln
Schon mehr als 85 Prozent der Linzer Ampeln werden „verkehrsabhängig beeinflusst“, sind also „intelligent“. Im Zuge des Linzer Beschleunigungsprogramms wird der Öffentliche Nahverkehr bei mehr als 130 Anlagen priorisiert. Daneben umfasst das Programm intelligente Fußgänger- und Radfahrampeln, die mittels Radar-Bewegungsmeldern auf Grün schalten.
Durch die Ampel mit künstlicher Intelligenz (KI) beim Kompetenzzentrum für Hör- und Sehbildung Kapuzinerstraße und weitere Projekte sollen Gefahrenpotenziale reduziert werden und die Verkehrslenkung weiter verbessert werden. Etwa ein Drittel aller Ampeln sind zudem mit akustischen Einrichtungen für Blinde und Sehbeeinträchtigte ausgestattet.


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