Startschuss für Mobilitätskonzept im Linzer Osten
LINZ. Der Osten der Stadt soll im Rahmen eines Verkehrskonzeptes einer Analyse der Mobilitätsströme unter Einbeziehung der ortsansässigen Bevölkerung sowie in die städtebaulichen Entwicklungen eingebundenen Unternehmen unterzogen werden. Fertig sein soll das Konzept bis zum Jahresanfang 2024.

Das Mobilitätskonzept für den Linzer Osten wurde am 22. Dezember im Linzer Stadtsenat beschlossen. „Die Arbeiten zur Erstellung des Verkehrskonzepts sollen ausgeschrieben werden. Nach Abschluss des Vergabeprozesses und dem diesbezüglich folgenden Vergabebeschluss soll die Auftragserteilung im Frühjahr 2023 erfolgen und das Projekt starten. Fertig sein soll das Konzept bis zum Jahresanfang 2024“, umreißt Vizebürgermeister Hajart den anvisierten Zeitplan.
Das Planungsgebiet umfasst das Stadtgebiet, das durch die Straßenzüge der Gruberstraße im Westen, der Weißenwolffstraße und der Derfflingerstraße im Süden, der Industriezeile im Osten und der Donau im Norden begrenzt ist. Ausschlaggebend für die Entwicklung des Verkehrskonzeptes sind sowohl die in Planung und Umsetzung befindlichen Stadtentwicklungsprojekte in Verbindung mit den Ergebnissen der Städtebaulichen Kommission als auch das Bestreben, diesen zentrumsnahen Stadtraum als Wirtschafts- und Unternehmensstandort attraktiver zu machen.
„Bereits jetzt hat sich zudem im Projektgebiet eine rege Bautätigkeit (XXXLutz, Donauparkstadion, Quadrill-Tower) entwickelt, die die Verkehrsfrequenz erhöhen wird. Die Dynamik der Entwicklung wird auch in den nächsten Jahren sehr ausgeprägt sein. Wenn keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen würden, könnte das bestehende Verkehrssystem die gestellten Anforderungen nicht mehr in dem von der Bevölkerung und den Arbeitnehmern erwarteten Ausmaß bzw. der erforderlichen Qualität erfüllen“, betont Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Hajart. „Ein umfassendes Verkehrskonzept auf Stadtteilebene ist daher das Gebot der Stunde“.“
Konkret sind im Projektgebiet nachfolgende Vorhaben geplant:
• E-Tech-Erweiterung,
• Areal Hafenstraße 26 – 28 (ehem. MIC)
• Grundstück Fa. Stütz
• Dynatrace inkl. Garage
• Neues Standortcenter MIC (Lederergasse/Köglstraße)
• Neuentwicklung Schlachthofareal
• Begleitprojekte entlang des Trassenverlaufs S6/S7
Bereits fix: Radwegachse Lederergasse
Mit der Erstellung des Verkehrskonzepts für den Linzer Osten soll das Portfolio der bereits geplanten bzw. in Ausarbeitung befindlichen Lösungen erweitert werden. So wurde für die Attraktivierung des Radverkehrs bereits ein wichtiges Vorhaben projektiert. „Was wir für den Osten sicherlich brauchen, ist eine bedarfsorientierte Radwegplanung. Das östliche Linz ist jedenfalls bereits jetzt ein Schwerpunkt bei unseren Bemühungen um die Verbesserungen von Radwegen im Stadtgebiet“, betont Vizebürgermeister Martin Hajart. Der Mobilitätsreferent nennt dabei als Beispiel die aktuelle Planung für einen Zweirichtungs-Radweg in der Lederergasse. Dieser soll die Innenstadt mit dem hafennahen Areal verbinden. Der Radweg soll von der Kaisergasse bis zur Petzoldstraße durchgehend in beiden Richtungen für Radfahrer zur Verfügung stehen. Der erste von zwei Bauabschnitten soll bereits im Jahr 2023 umgesetzt werden.
Radverleihsystem wird ausgebaut
„Zusätzlich zu den Innenstadtradwegen in Nord-Süd-Richtung entsteht so eine West-Ost-Achse, die das Radfahren in Linz sicherer und auch schneller machen wird. So werden wir noch mehr Personen als bisher zum Umsteigen aufs Fahrrad bewegen können“, zeigt sich Hajart zuversichtlich. Auch eine Ausweitung des städtischen Radverleihsystems City Bike in den Linzer Osten wurde beauftragt. Aktuell läuft dazu die Planung der konkreten Standorte.
Neue Obuslinien 47/48
Zur Verbesserung der Mobilität sollen auch die beiden geplanten leistungsstarken Obuslinien 47/48 beitragen, die künftig nicht nur eine Entlastung der Landstraße und der Nahverkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof bewirken, sondern auch den Linzer Osten für den ÖV besser erschließen. Für den künftigen Betrieb der beiden Obuslinien sind 16 neue Obusse erforderlich. Die Bestellung soll in den ersten Monaten des Jahres 2023 erfolgen.


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