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Online Redaktion, 23.01.2023 18:06

LINZ. Im Schnitt werden in Linz zwei Unternehmen pro Tag gegründet. Die Schwerpunkte liegen dabei weiterhin auf der Kreativwirtschaft, der Informationstechnologie, Werbung und Marktkommunikation sowie im Internethandel.

v.l.: Bürgermeister Klaus Luger und Klaus Schobesberger, Obmann der WKO Linz-Stadt (Foto: Stadt Linz/Michael Dworschak)

Die Wirtschaftskammer Linz-Stadt verzeichnete im ersten Halbjahr 2022 bereits 433 Neugründungen und 55 Betriebsübernahmen. Damit hält sich das hohe Niveau von 2021 mit 890 Neugründungen und 98 Übernahmen auf das Jahr gerechnet. Jedes vierte neue Unternehmen ist der Sparte „Information und Consulting“ zuzurechnen. Die Frauenquote für von natürlichen Personen gegründete Firmen liegt bei knapp unter 50 Prozent.

Weichenstellung für junge Unternehmen

Bürgermeister Klaus Luger sieht die Gründe nicht nur im traditionell starken wirtschaftlichen Umfeld: „Vielmehr werden hier von der Stadt Linz, der Wirtschaftskammer, den Universitäten und Fachhochschulen sowie auch von etablierten Betrieben seit Jahren gezielt die Weichen gelegt, um für junge Wirtschaftstreibende – national wie international – ein möglichst gutes Umfeld zu schaffen. Dies reicht von der Schaffung von Kreativitäts-Hotspots und Vernetzungs- bzw. Informationsplattformen bis hin zur Sicherstellung leistungsstarker Infrastruktur“, sagt Bürgermeister Klaus Luger.

Wunsch nach Eigenverantwortung und Flexibilität

Der Schritt in die Selbstständigkeit sei für viele die Erfüllung eines Wunsches, sagt Klaus Schobesberger, Obmann der Wirtschaftskammer Linz-Stadt. Die Hauptmotive für eine Unternehmensgründung sei der eigene Chef bzw. eigene Chefin zu sein sowie mehr Flexibilität in der Zeit- und Lebensgestaltung. „Die aktuell hohen Gründerzahlen für Linz veranschaulichen, dass sich die Gründerinnen und Gründer an die herausfordernde wirtschaftliche Situation angepasst haben. Vor allem Startups, die zur Verwirklichung einer innovativen Geschäftsidee mit geringem Startkapital gegründet werden, sind wichtige Innovations- und Kreativitätsmotoren“, sagt Schobesberger.

Gründer-Workshops der WKOÖ

Schobesberger verweist auf das Service- und Beratungsangebot der WKOÖ für Unternehmensgründer. Wichtig sei die rechtzeitige Information und diese möglichst kompakt aus einer Hand zu erhalten. Für den Bezirk Linz-Stadt finden etwa am 24. Jänner, 13. Februar und 23. März 2023 die nächsten Gründer-Workshops der WKOÖ statt. Dabei geben Experten Inputs und beantworten Fragen zu Themen wie Gewerbeanmeldung, Sozialversicherung, Finanzierung und Förderungen oder Marketing.

Stadt fördert Startups

Die Stadt Linz kooperiert neben den Aktivitäten des Innovationshauptplatz mit zahlreichen Stakeholdern, um Jungunternehmern zu fördern. So ist Linz Teil des Unterstützungsnetzwerks „hub,ert“, einem Hub für für „entrepreneurship, research und technology“. hub,ert soll ein Portal zu einem Netzwerk von unabhängigen und neutralen Unterstützern sein. Ebenfalls unterstützt die Stadt Linz den Ideenwettbewerb „Edison der Preis“ und beteiligt sich an der Initiative „Digital Mile“. Diese soll unter anderem den Standort für IT-Fachkräfte attraktiver machen. Startups werden aktiv von einem Expertenrat unterstützt.

Gründer-Stipendium geht in die zweite Runde

Auch 2023 wird es wieder ein Gründer-Stipendium der Stadt Linz geben. Zudem setzt die städtische Wirtschaftsförderung einen Schwerpunkt auf Gründungs- und Jungunternehmensförderung. Seit 2019 wurden insgesamt rund 58.600 Euro an Förderwerber ausbezahlt. Etwa 120 Gründer erhalten seit Beginn des Schwerpunktprogramms Mietzuschüsse, die meisten davon im Tech Harbor, aber auch in der Tabakfabrik. Diese gilt als Paradebeispiel für die wirksame Förderung von Startups. Mit Ende der Zigarettenproduktion 2009 gingen dort 284 Arbeitsplätze verloren. Heute arbeiten in den dort angesiedelten Unternehmen über 3000 Menschen. Mit der Fertigstellung des Quadrill sollen es über 5000 Arbeitsplätze sein.

Co-Working: gefragt in der Gründungsphase

In der Gründungsphase arbeiten viele Unternehmen in Co-Working Spaces, also ohne eigenes Büro, da die Prioritäten bei Flexibilität und Kostenersparnis liegen. In Linz haben sich zehn solcher Angebote etabliert, mit unterschiedlicher Ausstattung für verschiedene Zielgruppen. Die factory 300 bzw. die Stada Del Startup bieten an die 400 Arbeitsplätze, kleinere Anbieter sind der Daxbau, DH5 oder die Bürogemeinschaft Willy*Fred, um einige Beispiele zu nennen. Einen Überblick über Co-Working Spaces in OÖ bietet der Katalog der WKOÖ und der Jungen Wirtschaft OÖ.


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