Froschberg verliert letzte Bankfiliale
LINZ. Mit der angekündigten Schließung der Raiffeisenkassa-Filiale am Froschberg verliert die Gegend die letzte Bankfiliale. In den vergangenen Jahren wurden bereits die Filialen von Oberbank und Sparkasse in der Umgebung geschlossen. Die FPÖ sieht auch Bürgermeister Dietmar Prammer gefordert, die Nahversorgung in der Stadt aufrecht zu erhalten.

„Mit der Schließung der Raiffeisenkassa-Filiale verschwindet ein weiterer wichtiger Nahversorger aus dem täglichen Leben der Menschen. Gerade für viele ältere Bürger ist das ein massives Problem“, betonen Stadtrat Michael Raml und FPÖ-Ortsparteiobmann der Ortsgruppe Freinberg/Froschberg.
Erhalt zumindest in abgespeckter Form
Ortsparteiobmann Knoglinger fordert die bestehende Filiale – zumindest in eingeschränkter Form – beizubehalten: „Das müsste einer regional verwurzelten Bank doch ein großes Anliegen sein. Im Vergleich zu den vielen Banken, die das persönliche Beratungsangebot von Mensch zu Mensch großteils eingestellt haben, wäre das auch ein positives Alleinstellungsmerkmal.“
Als Alternative bringt er eine gemeinsame Lösung mit dem angrenzenden Spar-Markt ins Spiel, der gerade saniert wird. Hier wäre ein kleiner Beratungsschalter, der stundenweise besetzt wird, zumindest eine Hilfslösung, erklärt Knoglinger.
Raml fordert Bürgermeistergespräch
Stadtrat Raml sieht Bürgermeister Prammer gefordert. „Eine funktionierende Stadt braucht eine starke Nahversorgung. Wenn immer mehr Einrichtungen aus den Stadtteilen verschwinden, werden gewachsene Strukturen zerstört. Bürgermeister Dietmar Prammer darf hier nicht nur zuschauen, sondern muss gemeinsam mit den Verantwortlichen Lösungen finden.“ Ein Bürgermeistergespräch mit den Banken, sei das Mindeste, so Raml.


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