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LINZ. Der Bereich rund um die Salzburger Straße soll in einem kooperativen Verfahren neu entwickelt werden. Dazu lädt das Planungsressort der Stadt Linz an mehreren Tagen zum Planungs-Workshop ein, bei dem Bewohner, Eigentümer und Unternehmer sich einbringen können.

  1 / 2   Bei der Salzburgerstraße denken viele zuerst an eine Verkehrsachse im Linzer Süden. Die Stadt will das Gebiet rund um die Straße neu denken. (Foto: Volker Weihbold)

Rund um die Salzburgerstraße sind gleich mehrere Projekte privater Investoren geplant, bereits 2020 beschäftigte sich die städtebauliche Kommission daher mit dem Gebiet rund um die Landwiedstraße, Laskahofstraße, Wegscheiderstraße und Siemensstraße. Die Stadt Linz möchte den dortigen Stadtraum aufwerten und einen neuen Bebauungs- und Flächenwidmungsplan dafür erarbeiten.

„Stadteinfahrt langfristig neu prägen“

„Diese Entwicklungen sind insofern von besonderer Bedeutung, als sie in ihrem zeitlichen Aufeinandertreffen die Möglichkeit bieten, diese Stadteinfahrt von Linz langfristig neu zu prägen“, sagt Hans-Martin Neumann, Direktor des städtischen Geschäftsbereiches Planung, Technik und Umwelt. Interessierte Bewohner, Eigentümer und Unternehmer sind nun an mehreren Tagen von 6 bis 10 März in das Gemeindezentrum in der Johanneskirche in der Salzburgerstraße 231 zur Mitgestaltung eingeladen.

Stadt will Aufenthaltsqualität erhöhen und Querverbindungen schaffen

Konkret wird etwa das Areal der Johanneskirche zu einem neuen evangelischen Gemeindezentrum erweitert, ein Realisierungswettbewerb ist derzeit in Vorbereitung. Erste Pläne für eine verdichtete Wohnnutzung gibt es für das Grundstück Salzburger,- Siemens- und Dauphinestraße. Für den Laskahofpark wird überlegt, wie Bewohner vor Immissionen durch die angrenzenden Straßen geschützt werden können. Zudem sollen im Planungsgebiet „Aufenthaltsorte“ geschaffen werden und wichtige Querverbindungen für Fußgänger über die Salzburgerstraße errichtet werden.

„Hoher Gestaltungsspielraum“

Es gebe dort „eine Sehnsucht nach öffentlichem Raum“, sagt Architekt Andreas Kleboth, bereits jetzt hätten sich im Gebiet - zur Überraschung mancher - Schanigärten angesiedelt. Die Vorgangsweise sei deswegen eine besondere, sagt Kleboth, weil man direkt vor Ort die Grundlagen für die künftige Entwicklung des Gebiets erarbeite. Man habe einen hohen Gestaltungsspielraum, da gleich mehrere Projekte in den nächsten Jahren anstünden. Er sprach gar von einer „Zeitenwende“, da die Stadt aktiv Vorgaben mache, statt nur zu reagieren. Die frühe Einbindung der Bevölkerung in die Planungen sei dabei essentiell.

Kooperatives Planungsverfahren

So steht die „Planungstüre“ zwischen 6. und 10. März täglich von 11 bis 14 Uhr allen Interessierten offen. Im offenen Planungsworkshop werden dann am 6. März Anregungen aus der Bevölkerung zum Standort gesammelt. Beim zweiten Termin am 8. März werden Vorschläge präsentiert und öffentlich diskutiert, bevor dann am 10. März die Ergebnisse vorgestellt werden. „Eine qualitätsvolle, dynamische Entwicklung beginnt bereits in der Mitgestaltung der Planungsphase. Damit legen wir die Grundlage für unsere weiteren Arbeitsschritte“, sagt Planungsstadtrat Dietmar Prammer (SPÖ).

Keine Verkehrsberuhigung auf der Salzburger Straße geplant

Das Wort „Aufenthaltsqualität“ fiel während der Präsentation der Pläne mehrmals. Eine Verkehrsberuhigung für die Salzburger Straße bedeutet das aber nicht. Die Straße ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, der täglich von etwa 36.000 Fahrzeugen genutzt wird. Geplant ist die Schaffung von Querungsmöglichkeiten für Fußgänger. Zudem will man die Fertigstellung des Mobilitätskonzepts für den Linzer Süden abwarten, das derzeit noch in Arbeit ist. Die Planung soll auch in enger Abstimmung mit der Landesstraßenbauverwaltung und der Stadt Leonding erfolgen.


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