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LINZ. Auf der Hauptstraße in Urfahr werden am Freitag, 15. September Parkplätze von 14 bis 18 Uhr zu Verweilzonen. Es ist bereits das sechste Mal, dass in Linz ein solcher Aktionstag stattfindet. Die KPÖ Linz will damit ihre Forderung nach einem anderen Umgang mit städtischem Raum anschaulich machen.

Der Park(ing) Day 2022 am Linzer Pfarrplatz. (Foto: KPÖ Linz)
Der Park(ing) Day 2022 am Linzer Pfarrplatz. (Foto: KPÖ Linz)

Der Park(ing) Day ist ein internationaler Aktionstag, an dem öffentlicher Straßenraum umfunktioniert wird. Die KPÖ hat ihn im Jahr 2018 nach Linz gebracht, mit dem Ziel, auf die Verschwendung des öffentlichen Raumes durch Parkplätze aufmerksam zu machen.  

Am Freitag, 15. September von 14 bis 18 Uhr sollen Parkplätze auf der Hauptstraße in Urfahr in Orte mit Aufenthaltsqualität verwandelt werden. Dort wird gemeinsam gegessen, gespielt und Zeit verbracht. Für den Park(ing) Day werden gezielt Orte mit Potenzial zur Umgestaltung ausgewählt, in den vergangenen Jahren waren die Domgasse, der Pfarrplatz, die Herrenstraße Schauplatz für die Aktion.  

Hauptstraße Urfahr: „Seit Jahren passiert hier nichts“

Auch im Hinblick auf die Hauptstraße sieht Gemeinderat Michael Schmida Luft nach oben: „Seit Jahren passiert hier nichts. Das Ergebnis des Bürgerbeteiligungs-Verfahrens von 2018 war eindeutig: 60 Prozent der Linzer wünschen sich hier eine Begegnungs- oder Fußgängerzone“, so Schmida. Ein Durchfahrverbot von der Nibelungenbrücke für den Individualverkehr oder Kap-Haltestellen für den öffentlichen Verkehr hätte man aus seiner Sicht längst umsetzen können. Die KPÖ Linz fordert generell einen anderen Umgang mit dem städtischen Raum. Konkret kurze Wege, welche die Autonutzung unnötig machen, Vorrang für den öffentlichen Verkehr, mehr und bessere Radwege sowie Platz für Anwohner und Fußgänger.

Stufenweise Attraktivierung angekündigt

Über den Stillstand auf der Hauptstraße hat auch Tips dieses Jahr berichtet. Die mittlerweile aufgelöste City Management, zu deren Kerngebiet die Hauptstraße gehörte, hielt sich damals äußerst bedeckt und verwies auf die Politik. Der Linzer Verkehrsreferent Vizebürgermeister Martin Hajart konnte damals noch keinen konkreten Zeitplan für infrastrukturelle Maßnahmen nennen, sprach aber von einer stufenweisen Attraktivierung. Erste konkrete Schritte sollten bis zum Sommer diesen Jahres für den nördlichen Teil der Hauptstraße ausgearbeitet sein, hieß es damals.

Tips hat sich erneut nach dem Status Quo erkundigt, aus dem Büro von Hajart heißt es dazu, die Abstimmungen mit Verkehrslandesrat Günther Steinkellner seien derzeit in Gange.


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