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Jahresbilanz der Linzer Planungsvisite: 14 Bauvorhaben von Bedeutung für das Linzer Stadtbild begutachtet

Anna Fessler, 28.12.2023 11:19

LINZ. Die Planungsvisite könnte man auch als „kleine Schwester“ des Beirats für Stadtgestaltung bezeichnen. Planungsstadtrat Dietmar Prammer zieht Bilanz anhand drei beispielhafter Projekte, die 2023 in dem Gremium behandelt wurden.

  1 / 4   Der Altbau in der Fadingerstraße 22 wird saniert und aufgestockt. (Foto: Gunther Mühlehner lichtflutvisuals)

Die Planungsvisite gibt es in Linz seit 1988, wie der Gestaltungsbeirat soll sie als Instrument zur Förderung der qualitativen Stadtentwicklung dienen. Größere Projekte, oder solche, die an sehr prominenter Lage geplant sind, werden üblicherweise im Gestaltungsbeirat diskutiert. Bauvorhaben, die von Bedeutung für das Stadtbild sind oder vom Gestaltungsbeirat zur weiteren Behandlung vorgeschlagen werden, werden in der Planungsvisite behandelt.

Dort sitzt ein externer Fachexperte gemeinsam mit zwei stadtinternen Fachexperten des Geschäftsbereiches Planung, Technik und Umwelt. Im Jahr 2023 begutachtete das Gremium 14 Projekte in neun Sitzungen, zehn davon gelangten zur Einreichung.

Beispielprojekte aus der Planungsvisite: Fadingerstraße 22

Eines der Projekte, die 2023 Thema bei der Planungsvisite waren, ist jenes in der Fadingerstraße 22. Hier soll ein viergeschoßiges Mehrparteienhaus saniert und aufgestockt werden. Die Aufstockung soll aus braunem Holz und Aluminium bestehen. Im dritten Obergeschoß, im Dachgeschoß und in der Empore des Hauses sollen fünf neue Wohneinheiten entstehen. Im Bestand erfolgen gröbere Umbauten, die jedoch straßenseitig nicht sichtbar sind. Die Rückseite des Hauses hingegen wird stark verändert. Zusätzlich soll das Gebäude künftig barrierefrei sein.

Kapellenstraße 14

In der Kapellenstraße nahe dem Mühlkreisbahnhof soll ein bestehendes Wohnhaus im Hinblick auf den Energieverbrauch erneuert werden und mit zwei Geschoßen aufgestockt werden. Dadurch entstehen sechs neue Wohneinheiten. Auf dem Dach und im Innenhof sind Begrünungsmaßnahmen geplant. Der bestehende Zugang im Erdgeschoß bleibt erhalten.

Brucknerstraße / Wiener Straße

An der Kreuzung Brucknerstraße und Wiener Straße soll nach Abbruch des dortigen Eckgebäudes ein Wohnhaus mit elf Wohneinheiten und einem Geschäftslokal im Erdgeschoß entstehen. Auf Stellplätze wird verzichtet, da es in der Nähe eine Straßenbahn-Haltestelle gibt, und die Anbindung an den Öffentlichen Verkehr auch sonst sehr gut ist. Dafür wird ein grüner Vorgarten geschaffen. Zwischen der angrenzenden Schule und dem Neubau entsteht ein kleiner Spielplatz.

„Die Planungsvisite ist, so wie auch die anderen Instrumente der Stadtplanung, für eine qualitative Entwicklung unerlässlich. Auch in diesem Jahr ist es wiederum gut gelungen, Bauvorhaben in Einklang mit dem Stadtbild zu bringen.“, so Planungsstadtrat Dietmar Prammer.


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