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Bosch Linz nahm Wasserstoff-Motor in Betrieb

Karin Seyringer, 21.06.2024 11:27

LINZ. Das Unternehmen Bosch plant am Linzer Standort in den nächsten zwei Jahren rund 28 Millionen Euro in den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur zu investieren. Im ersten Schritt wurde ein Wasserstoff-Verbrennungsmotor einschließlich Versorgung eingerichtet. 

Feierliche Inbetriebnahme des Wasserstoff-Motors im Bosch Engineering Center Linz, v. l.: Landesrat Markus Achleitner, Beate Grota (Bereichsvorstandsmitglied Bosch Power Solutions), Stadtrat Dietmar Prammer und Christian Ganser, Leiter des Bosch Engineering Center Linz. (Foto: Bosch/APA-Fotoservice/Greindl)
Feierliche Inbetriebnahme des Wasserstoff-Motors im Bosch Engineering Center Linz, v. l.: Landesrat Markus Achleitner, Beate Grota (Bereichsvorstandsmitglied Bosch Power Solutions), Stadtrat Dietmar Prammer und Christian Ganser, Leiter des Bosch Engineering Center Linz. (Foto: Bosch/APA-Fotoservice/Greindl)

Der Wasserstoff-Verbrennungsmotor einschließlich Versorgung dient vorrangig zur Erprobung der von Bosch in Linz entwickelten Einblasventile. Im nächsten Schritt sollen Prüfstände für die Elektrolyse-Stacks von Bosch aufgebaut werden. Diese Prüfstände sollen durch grünen Strom betrieben werden, der vom Wasserstoffmotor und der hauseigenen Photovoltaik produziert wird, beziehungsweise aus externen Quellen stammt.

Der von den Prüfständen erzeugte grüne Wasserstoff wird wiederum zum Betrieb des Wasserstoffmotors verwendet. Bis Mitte 2025 will man diesen kompletten grünen Wasserstoffkreislauf am Linzer Bosch-Standort abbilden.

Feierliches „First Firing“

„Wir nutzen unsere Entwicklungsaktivitäten in Linz, um zu zeigen, wie ein Wasserstoffkreislauf aussehen kann“, so Christian Ganser, Leiter des Bosch Engineering Center in Linz. „Mit Bosch-Technik aus Linz wollen wir einen Beitrag leisten zum raschen Aufbau einer Wasserstoff-Produktion in Europa und darüber hinaus“, betonte Ganser im Rahmen des feierlichen „First Firing“ des ersten Wasserstoff-Motors.

Zu Gast waren dabei auch Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) und der Linzer Stadtrat Dietmar Prammer (SPÖ).

„Gerade für Oberösterreich als Wirtschafts- und Industriebundesland Nr. 1 ist Wasserstoff ein entscheidender Schlüsselfaktor, um den Standort noch zukunftsfitter auszurichten. Das Bosch Engineering Center Linz nimmt mit seiner Entwicklungstätigkeit eine wichtige Rolle ein und ist deshalb auch im Strategieboard des Wasserstoff-Netzwerks vertreten“, so Achleitner.

„Die Inbetriebnahme des ersten Wasserstoffmotors bei Bosch in Linz ist ein bedeutender Meilenstein auf dem gemeinsamen Weg zur klimaneutralen Industriestadt 2040. Unsere Stadt setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit der Industrie, um gemeinsam den Übergang zu nachhaltigen und umweltfreundlichen Technologien zu meistern“, so auch Stadtrat Prammer.

Innovative Lösungen aus Österreich für die ganze Welt

Die bei Bosch in Linz entwickelten Wasserstoff-Einblasventile dienen dazu, in einem Wasserstoffmotor den Kraftstoff einzudosieren. Elektrolyse-Stacks wiederum sind zentrales Element bei der Herstellung von grünem Wasserstoff. Ein Expertenteam in Linz treibt im internationalen Entwicklungsverbund der Bosch-Gruppe die Industrialisierung der Stacks für Elektrolyseure voran. Dazu kooperiert das Linzer Bosch Engineering Center mit österreichischen Forschungseinrichtungen, wie zum Beispiel dem HyCentA in Graz, einem der modernsten Wasserstoff-Forschungszentren in Europa, oder dem LCM (Linz Center of Mechatronics). Auch mit dem neuen Wasserstoff-Forschungszentrum in Wels arbeitet man zusammen. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei Bosch in Linz werden zudem von der FFG, der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft, unterstützt.


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