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Finanzspritze für die freie Theaterszene: einstimmiger Beschluss im Linzer Gemeinderat

Nora Heindl, 27.06.2024 16:07

LINZ. Der Linzer Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am Donnerstag, 27. Juni, einstimmig für eine einmalige Finanzspritze in der Höhe von 250.000 Euro für die freie Linzer Theaterszene ausgesprochen.

Das Theater Phönix und vier weitere privat geführte Theater bekommen finanzielle Unterstützung der Stadt Linz. (Foto: Andreas Kurz)

„Es ist ein klares Bekenntnis der Politik zur Linzer Kulturszene. Damit ist die Existenz der Linzer Theater zumindest für das heurige Jahr abgesichert“, freut sich Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer.

Der Beschluss noch vor der Sommerpause ermöglicht eine rasche Auszahlung der dringend benötigten Mittel, die wie folgt verteilt werden sollen:

  • Linzer Kellertheater: 35.000 Euro
  • Theater des Kindes: 90.000 Euro
  • Theater in der Innenstadt: 15.000 Euro
  • Theater Phönix: 50.000 Euro
  • Tribüne Linz: 60.000 Euro

Für die Linzer Kulturstadträtin ist der Rettungsschirm für die Linzer Theaterszene ein erster Etappensieg: „Wir müssen nicht nur die Theater, sondern auch generell die freien Kulturvereine langfristig finanziell auf gesunde Beine stellen. Dazu brauchen wir eine Erhöhung der städtischen Förderungen, um einerseits die Teuerungen der letzten Jahre auszugleichen als auch zukünftig mit einer automatischen Inflationsanpassung den Kulturvereinen eine finanzielle Sicherheit zu geben.“

Ausweitung der Förderzone

„Wir dürfen die Linzer Vereine mit ihrer wertvollen und zu einem großen Teil auch ehrenamtlichen Arbeit nicht auf ihren Kostensteigerungen sitzen lassen. Das betrifft nicht nur Kulturvereine“, sind sich Stadträtin Lang-Mayerhofer und die Klubobfrau der Linzer Volkspartei, Michaela Sommer einig. „Die noch heuer neu zu beschließenden Drei-Jahres-Förderungen für die Jahre 2025 bis 2027 sollen nicht nur für die Theater, sondern für alle Kulturbereiche erhöht und inflationsangepasst werden. Wir brauchen diesen Teuerungsausgleich auch für die Vereine aus allen Lebensbereichen.“ 

Konkret kündigt Klubobfrau Michaela Sommer dazu einen Antrag im kommenden Gemeinderat an: „Die Drei-Jahresförderungen müssen erhöht und ab nun in allen Bereichen indexangepasst werden. Wir reden – neben der Kultur – etwa auch über die Sport-, Sozial-, Familien-Förderungen bis hin zu den Freiwilligen Feuerwehren.“

Die aktuellen Drei-Jahres-Förderungen für die Jahre 2022 bis 2024 betreffen 88 Vereine, Organisationen und Institutionen der Bereiche Soziales, Kultur, Sport, Bildung, Wirtschaft und Umwelt und umfassen ein jährliches Fördervolumen von 3,6 Millionen Euro. Diese Anfang 2022 beschlossenen Förderungen decken die Teuerungen nicht im erforderlichen Ausmaß ab, wie die nun notwendig gewordene Existenzsicherung im Theaterbereich zeigt.


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