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UGANDA/OÖ. Die Schönheit Ugandas mit seinen Nationalparks auf der einen Seite, der harte Alltag auf der anderen: Vor allem Mädchen und Frauen sind täglich mit Gewalt konfrontiert. Die NGO Sei So Frei aus Oberösterreich setzt auf nachhaltige Projekte, unterstützt mit Hilfe zur Selbsthilfe.

Stolze Schüler hinter den Schulbänken von Sei So Frei (Foto: Tips/am)
  1 / 3   Stolze Schüler hinter den Schulbänken von Sei So Frei (Foto: Tips/am)

Eine Gruppe von zwölf Frauen kam 2010 mit der Bitte auf Franz Hehenberger, Geschäftsführer von Sei So Frei, zu, ein Hostel für Schülerinnen in Kampala, Uganda, zu errichten. Der traurige Grund: Missbrauch und Vergewaltigungen am Schulweg. Die Mädchen können sich nicht wehren, deren Mütter nicht helfen, da sie oft schon tot sind. Eine schwierig zu verdauende Tatsache. Ein Lichtblick beim Besuch einer Delegation rund um Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger (VP), Franz Hehenberger und Magdalena Glasner, der stellvertretenden Geschäftsführerin von Sei So Frei: Das Internat namens St. Matia Mulumba Girls’ Hostel beherbergt aktuell 144 Mädchen, für Essen, Wasser und eine Schlafgelegenheit wird gesorgt. Kehrt ein Mädchen aus den Ferien nicht zurück, fragen die Lehrerinnen nach. Noch immer zu oft kommt es vor, dass die Schülerinnen zu Hause gebraucht werden, um auf die jüngeren Geschwister aufzupassen. Einige können in das Hostel zurückgeholt werden. Für manche ist es zu spät, sie wurden in der Zwischenzeit verheiratet.

Einbindung der Bevölkerung

Eine der zwölf Gründerfrauen ist Basaliza. Sie arbeitet für den von Sei So Frei gegründeten Verein Ripple Foundation (RIFO) in Kasese. Der Name steht für das Wirken: Ripples sind kleine Wellen, die entstehen, wenn man einen Stein ins Wasser wirft. Das Erfolgsrezept von RIFO ist die Einbindung der Menschen vor Ort. Bei Schulbauten erfolgt der Grundaushub durch die Bevölkerung, die lokalen Politiker beteiligen sich an den Projekten. Für die Konstruktion und die Materialien werden Spendengelder eingesetzt. Ist die Bevölkerung von Beginn an eingebunden, wird auch nichts gestohlen. 103 Klassenräume, 2.716 Dreisitzer-Bänke, 152 Sessel und weitere Ausstattung wurden in den letzten zehn Jahren finanziert.

Bildung als Schlüssel

Im Zuge der Delegationsreise konnten unter anderem fünf zusätzliche Klassenzimmer für eine Volksschule im Dorf Rwakingi feierlich übergeben werden. Hier finden nun 400 Kinder „adäquate“ Lernbedingungen vor. Bildung sieht Franz Hehenberger als Mittel gegen Korruption und Gewalt sowie als Grundlage für eine leistbare Familienplanung. Zwei bis drei Kinder sollten es seiner Rechnung nach maximal sein. Er scheut sich nicht, das bei offiziellen Terminen anzusprechen.

Lokale Landwirtschaft

Neben Schulbauten unterstützt der Verein auch landwirtschaftliche Projekte. Agrartechniker zeigen den Menschen, wie sie sich selber versorgen können.

Spendenkonto von „Sei So Frei“: IBAN AT30 5400 0000 0069 1733, BIC: OBLAAT2LDie Spenden sind steuerlich absetzbar:
https://www.seisofrei-ooe.at/spenden/spenden-und-info/

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