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LINZ. Am Linzer Taubenmarkt wird wie berichtet der Sparkassenbrunnen mit Ende 2025 abgebaut. In der Sitzung des Stadtsenats am Donnerstag wurde auch eine Übergangslösung für die Gestaltung des zentralen Platzes in der Innenstadt beschlossen. ÖVP und FPÖ haben sich der Stimme enthalten und üben Kritik.

  1 / 2   Der Sparkassenbrunnen am Taubenmarkt - an seine Stelle soll eine Bauminsel mit Sitzgelegenheit kommen. (Foto: Volker Weihbold)

Der Sparkassenbrunnen wird nach 46 Jahren am Taubenmarkt an seinem ursprünglichen Standort in der Sparkassenzentrale an der Promenade wiedererrichtet, im Zuge der aktuellen Sanierung des Sparkassengebäudes.

Längerfristige Neugestaltung unter Einbindung der Linzer geplant

Die freiwerdende Fläche am Taubenmarkt werde im Anschluss kurzfristig gestaltet, teilt die Stadt Linz am Donnerstag nach der Sitzung des Stadtsenats mit. Längerfristig soll der Taubenmarkt insgesamt – auch unter Einbindung der Linzer – neu gestaltet werden. „Daher werden für die kurzfristige Lösung bewusst Elemente verwendet, die später auch bei einem anderen Standort wiederverwendet werden können“, wird seitens der Stadt versichert.

Knapp 80.000 Euro Kosten

Vorgesehen ist eine begrünte Pflanzinsel mit einem stadtklimafesten Baum, eingefasst von einer Sitzbank in Form eines Dreiviertelkreises. Auch ein Trinkwasserbrunnen ist geplant. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen laut Stadt Linz knapp 79.000 Euro. Dieser Betrag inkludiert auch unvorhersehbare Abbrucharbeiten, da der Zustand unter dem Brunnen erst bei den Bauarbeiten vollständig festgestellt werden kann.

„Auch kurzfristig Aufenthaltsqualität erhöhen“

„Es war uns wichtig, eine Lösung zu schaffen, die sowohl kurzfristig zur Aufwertung des Taubenmarkts beiträgt als auch langfristig sinnvoll genutzt werden kann. Die eingesetzten Gestaltungselemente sind wiederverwendbar – das ermöglicht einen späteren Einsatz an anderen Standorten, schont Ressourcen und steht für eine nachhaltige, vorausschauende Stadtentwicklung. Gleichzeitig entsteht ein neuer Bereich mitten in der Innenstadt, der mit Sitzgelegenheiten, Schatten und kostenlosem Trinkwasser zum Verweilen einlädt“, so Vizebürgermeisterin Karin Hörzing (SPÖ).

Stadtgrünreferentin Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) ergänzt: „Der Taubenmarkt liegt im Herzen unserer Stadt und daher ist es an diesem zentralen Platz besonders wichtig, dass wir auch kurzfristig eine sehr gute Gestaltung haben, die die Aufenthaltsqualität erhöht. Dies ermöglicht uns auch, die längerfristige Neugestaltung des Platzes mit der notwendigen Sorgsamkeit und unter Einbeziehung der Linzer vorzubereiten. Ich bedanke mich bei der Sparkasse für die Zusammenarbeit und dafür, dass sie uns den Brunnen so lange zur Verfügung gestellt hat.“

FPÖ und ÖVP enthielten sich und üben Kritik

Die Linzer ÖVP und die Linzer FPÖ kritisieren wie berichtet eine solche provisorische Übergangslösung stark, beide enthielten sich der Stimme in der Sitzung.

Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) sieht im geplanten Provisorium einen „teuren, fragwürdigen Ersatz“. Er spricht sich generell für eine rasche Neugestaltung des Taubenmarkts aus und befürchtet, dass das Provisorium „letztlich mit großer Wahrscheinlichkeit vom temporären Projekt zum Fixum mutiert“. Und weiter: Die Monate, seitdem SPÖ und Grüne Bescheid wüssten, dass der Brunnen wegkommen soll, hätten schon für eine Neukonzeption – samt neuen Brunnen – genutzt werden können. Die ÖVP-Fraktion plant daher auch eine Gemeinderatsanfrage zum Hergang der Brunnen-Übersiedelung und für Klarheit über die weitere Vorgehensweise, wird am Donnerstag angekündigt.

FPÖ-Stadtrat Michael Raml hatte schon am Dienstag kritisiert: „Knapp 80.000 Euro für einen einzigen Baum samt Sitzbank und Trinkbrunnen – als bloße Übergangslösung – sind weder verhältnismäßig noch verantwortungsvoll im Umgang mit Steuergeld.“ Auch er fordert rasch eine nachhaltige Lösung zu suchen.

Mehr zum Thema: Baum, Sitzbank und Trinkwasserbrunnen für den Linzer Taubenmarkt


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