Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Bautag OÖ: Jetzt wird gebaut – auch an den Rahmenbedingungen

Tips Logo  Anzeige, 18.02.2026 09:00

OÖ. Beim 20. Bautag der oö. Landesinnungen Bau und Bauhilfsgewerbe wurde eine differenzierte Bilanz des Baujahres 2025 gezogen und klarer Handlungsbedarf aufgezeigt.

3.v.l. Landesinnungsgeschäftsführer Markus Hofer, 2. Reihe 2.v.l. Landesinnungsmeister Bau Wolfgang Holzhaider, 4.v.l. Landesinnungsmeister Bauhilfsgewerbe Martin Greiner, 2.v.r. Kabarettist Gernot Kulis, 1.v.r. Moderatorin Silvia Schneider, Gewinner in der Mitte (Foto: Andreas Röbl)

Steigende Kosten, komplexe Regelwerke und ein herausforderndes Marktumfeld prägen die Branche. Um Investitionen zu ermöglichen und regionale Wertschöpfung zu sichern, fordert die Bauwirtschaft verlässliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen.

Mit über 400 Gästen verzeichnete der “Jubiläumsbautag” am 27. Jänner 2026 einen neuen Teilnehmerrekord. Zwei Jahrzehnte nach seiner Neuausrichtung gilt der Bautag als fixer Treffpunkt der heimischen Bauwirtschaft für Information, Austausch und Vernetzung.

Rückblick & Ausblick

Die Landesinnungsmeister Wolfgang Holzhaider (Bau) und Martin Greiner (Bauhilfsgewerbe) gaben einen Rück- und Ausblick auf Marktentwicklungen und Herausforderungen.

Holzhaider betonte die Vielfalt der Gewerke und das gemeinsame Ziel, das Gebäude als Ganzes zu denken. Ein Schwerpunkt liege auf dereguliertem Bauen: Vereinfachte Standards, moderne Regulatorik und gestärkte Planungskompetenz seien entscheidend für die Zukunft.

Als Vorbild nannte Holzhaider den „Hamburg-Standard“, mit dem durch vereinfachte Bauweisen deutliche Kosteneinsparungen erzielt wurden. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit Bodenverbrauch bleibe zentral.

Die Landesinnung will sich daher aktiv in raumordnungspolitische Diskussionen einbringen. Zudem forderte Holzhaider eine stärkere Berücksichtigung regionaler Wertschöpfung bei der Vergabe von Bauvorhaben aus öffentlicher Hand.

Martin Greiner rief dazu auf, die Zukunft aktiv zu gestalten. Besonders für Klein- und Mittelbetriebe brauche es praktikable Rahmenbedingungen, etwa bei der Arbeitszeitregelung für Lehrlinge.

Kritisch äußerte er sich zur zunehmenden Bürokratie, die Ressourcen bindet und Betriebe belastet. Greiner erneuerte seine Forderung nach dem Wegfall des Sachbezugs für Pritschen- und Kastenwagen und warnte vor neuen Regulierungen, die an der betrieblichen Realität vorbeigehen.

Einen Rückblick auf 20 Jahre Bautag gab Geschäftsführer Markus Hofer und berichtete über die Entwicklung des Formats zu einem offenen Impulsgeber für neue Technologien und Zukunftsthemen.

Durch das Programm führte erneut Silvia Schneider, für einen humorvollen Höhepunkt sorgte Comedian Gernot Kulis. Im Rahmen der Veranstaltung erhielten zehn glückliche Gewinner jeweils ein T-Shirt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden