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LINZ/HÖRSCHING. Nachdem sich Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) auch für einen Verkauf der Linz-Anteile am Flughafen ausspricht, dürfte im Gemeinderat eine Mehrheit für den Verkauf feststehen. Die FPÖ und die Grünen hatten sich schon im Vorfeld für diese Variante ausgesprochen. Aktuell sind Stadt und Land je zur Hälfte Eigentümer. 

Das Land könnte seine Anteile am Flughafen abgeben. (Foto: FOTOKERSCHI / MARKUS HAUSER)
Das Land könnte seine Anteile am Flughafen abgeben. (Foto: FOTOKERSCHI / MARKUS HAUSER)

Der Flughafen ist finanziell seit mehreren Jahren defizitär, Stadt und Land haben bereits Millionen zugeschossen. Positiv vermerken konnte man die Wieder-Aufnahme der wichtigen Frankfurt-Verbindung. Wobei das Land, wenn notwendig, kräftig zuzahlt: maximal neun Millionen Euro pro Jahr werden als Verlustabdeckung zur Verfügung gestellt, in Summe maximal 36 Millionen Euro für den Zeitraum von vier Jahren. 

„Landeshauptmann Stelzer hat ein starkes Zeichen für den Linzer Flughafen gesetzt. So sieht aktive Standortpolitik, und so sieht politisches Leadership aus,“ bekräftigt Hajart die  präsentierte Kooperation mit der dänischen Airline DAT, die ab 29. März mehrmals täglich Flieger von Linz nach Frankfurt abheben lässt.

Die Grünen stehen der Möglichkeit eines Verkaufs offen gegenüber. „Zuerst muss aber ein konkretes Angebot auf den Tisch, das es dann genauestens zu prüfen gilt“, hält Stadträtin Eva Schobesberger fest.

Linz kann sich Flughafen nicht mehr leisten

„Unser Flughafen braucht einen – auch finanziellen – Schub nach vorne, um wieder abheben zu können. Diesen kann Linz aber aufgrund der schlechten Finanzlage nicht mehr leisten. Die Handlungsfähigkeit der Stadt ist leider stark eingeschränkt. Das Land Oberösterreich als klarer Mehrheitseigentümer kann und wird den Flughafen in eine gute Zukunft führen“, ist Hajart überzeugt. 

Für eine Ermittlung des Preises der Flughafen-Anteile muss ein externes Gutachten erstellt werden, daher werde der Prozess noch dauern, so Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) im Gespräch mit Tips. „Wir nehmen die Gespräche auf, es sind auch schon Vorgespräche gelaufen. Wir müssen miteinander einen guten Weg finden“, so Prammer. 


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