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Sicherheitskräfte bei Linzer Fußball-Derby Fall für die Finanzpolizei

Online Redaktion, 13.02.2026 12:31

LINZ. Im Zuge einer Schwerpunktkontrolle der Finanzpolizei beim Linzer Derby im ÖFB-Cup Ende Jänner wurden „gravierende arbeits- und sozialrechtliche Missstände“ bei den eingesetzten Sicherheitsunternehmen festgestellt, berichtet das Bundesministerium für Finanzen. So seien unter anderem Minderjährige als Security-Mitarbeiter beschäftigt worden.

Symbolfoto (Foto: Thaut Images/stock.adobe.com)
Symbolfoto (Foto: Thaut Images/stock.adobe.com)

Laut vorliegendem Sicherheitskonzept hätten 176 Sicherheitsmitarbeiter im Einsatz sein sollen. Tatsächlich konnten im Rahmen der Kontrolle jedoch lediglich 93 Personen angetroffen und überprüft werden. „Ein erheblicher Teil der eingesetzten Arbeitskräfte war zum Zeitpunkt der Kontrolle nicht mehr vor Ort“, heißt es seitens des Finanzministeriums. 

84 Übertretungen

Die Überprüfungen ergaben demnach insgesamt 84 Übertretungen. „Darunter befanden sich 35 Verstöße gegen sozialversicherungsrechtliche Meldepflichten gemäß ASVG, 16 Personen, die gleichzeitig Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen und 17 Fälle ohne gesetzlich vorgeschriebene Arbeitszeitaufzeichnungen.“

Das Finanzministerium spricht hier von einem „strukturellen Problem im Bereich prekärer Beschäftigung“. 

Finanzminister Markus Marterbauer fordert zudem Fairness: „Ob am Fußballfeld oder abseits davon: Fairness muss absolute Priorität haben. Wer unfaire Praktiken ausübt, um sich einen Vorteil zu verschaffen, gehört bestraft. Die Vielen, die sich an die Regeln halten dürfen nicht benachteiligt sein. Nur wenn alle nach denselben Regeln spielen, kann es einen fairen Wettbewerb geben, der schlussendlich auch zu mehr Gerechtigkeit führt.“

Minderjährige eingesetzt

Besonders besorgniserregend sei, dass zwei der angetroffenen Sicherheitsmitarbeiter  minderjährig waren - das Geburtsdaten sei in beiden Fällen „offenkundig manipuliert“ gewesen.

Darüber hinaus seien zahlreiche Beschäftigte tätig gewesen, die über keine ausreichenden Deutschkenntnisse verfügten, um sicherheitsrelevante Anweisungen verständlich entgegennehmen oder weitergeben zu können. 

Weitere Ermittlungen zu den beteiligten Unternehmen sowie zu den konkreten Beschäftigungsverhältnissen sind laut Finanzministerium im Gange.


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