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Land OÖ beantragt Änderung des Flächenwidmungsplanes für neue Digitaluni IT:U

Karin Seyringer, 06.03.2026 16:01

LINZ. (Update) Die neue Digitaluni IT:U soll ihren Platz am Areal zwischen der Johannes Kepler Uni und dem Biologiezentrum in Linz-Auhof bekommen. Das Land OÖ hat am Freitag bei der Stadt Linz den Antrag auf Änderung des Flächenwidmungsplanes eingebracht. Beantragt wurde eine Änderung von „Bauland Sondernutzung Museum“ auf „Bauland Sondernutzung Universität + Museum“. Update: Die Grünen Linz und die Bürgerinitiative „Retten wir den Grüngürtel“ üben Kritik. 

Biologiezentrum (Foto: VOLKER WEIHBOLD)
Biologiezentrum (Foto: VOLKER WEIHBOLD)

Die Fläche zwischen JKU und Biologiezentrum soll als Erweiterung für den Hochschulstandort und für die IT:U dienen, wie das Land am Freitag mitteilt. „Mit dem heute eingebrachten Antrag schaffen wir die wesentlichen Rahmenbedingungen, damit Innovation, Forschung, Wissenschaft und Entwicklung in Oberösterreich langfristig wachsen können“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).

Stadt Linz prüft

Begrüßt wird der Schritt auch vom Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ): „Der Antrag auf Änderung des Flächenwidmungsplanes wird von der Stadt Linz nun sorgfältig geprüft und entsprechend bearbeitet. Gleichzeitig ist er ein wichtiger Schritt, um den Hochschul- und Forschungsstandort Linz weiter zu stärken.“

Update: Kritik an Standortwahl

Als „kurzsichtig“ und „vertane Chance“ kritisieren die Linzer Grünen die Entscheidung für diesen Standort. Umwelt-Stadträtin Eva Schobesberger: „Damit wird eine Jahrhundertchance vertan, eine Bildungseinrichtung, eine Innovationsstätte im Herzen unserer Stadt anzusiedeln und Synergien mit umliegenden Betrieben bestmöglich zu heben. Es ist sehr bedauerlich, dass man sich stattdessen für einen Standort auf der grünen Wiese entschieden hat, der noch dazu keinerlei Entwicklungspotenzial hat. Ich darf bei dieser Gelegenheit daran erinnern, dass es einen aufrechten Gemeinderatsbeschluss gibt, den Grüngürtel rund um die Johannes-Kepler-Universität dauerhaft zu schützen.“

„Trotz voller Unterstützung für das innovative Lehrkonzept der IT:U wird der gewählte Standort aufgrund massiver Natur- und Klimaschutzbedenken und strikt abgelehnt“, kommentiert die Bürgerinitiative „Retten wir den Grüngürtel“. Harald Müllner, Sprecher der Initiative: „Wir lassen uns nicht abspeisen. Der Widerstand in der Bevölkerung ist riesig, und wir werden alle demokratischen und rechtlichen Mittel ausschöpfen, um diesen Versiegelungswahn zu stoppen. Der Grüngürtel ist sakrosankt!“

NEOS-Landessprecher Felix Eypeltauer hingegen sieht die Entscheidung, die IT:U bei der JKU anzusiedeln, richtig. „IT:U und JKU müssen räumlich und strategisch zusammenwachsen können, damit beide Einrichtungen ihre jeweiligen Stärken voll entfalten und sich gegenseitig befruchten können.“ Bei der Nutzung von Grünraum sieht er „überwiegendes öffentliche Interesse für ein funktionierendes, schlagkräftiges Uni-Ökosystem rund um die JKU“ ausschlaggebend.


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