Spatenstich für größte Küche Oberösterreichs am Kepler Uniklinikum Linz
LINZ. Am Kepler Uniklinikum Linz (KUK) entsteht die größte Küche des Landes. Neben dem Großprojekt des Neubaus des Kinderbettentraktes am Med Campus entsteht auch eine neue Zentralküche samt Mitarbeiter-Restaurant. Am Freitag wurde feierlich der Spatenstich für das Millionenprojekt gesetzt.

Künftig sollen hier täglich bis zu 3.900 Mittagessen zubereitet werden. Rund 1.200 Portionen entfallen dabei auf die Patientenversorgung. Die neue Küche wird die bestehenden Küchenstandorte bündeln. Gleichzeitig wird für die Beschäftigten ein neues Restaurant mit rund 620 Sitzplätzen (plus 40 Prozent) geschaffen. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2028 geplant. Die Errichtungskosten liegen bei 71 Millionen Euro (Stand Jänner 2026).
Für Qualität der Versorgung
LH-Stellvertreterin, Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander (ÖVP) betonte beim Spatenstich am Freitag die Bedeutung des Projekts: „Gesundheit geht auch durch den Magen. Eine ausgewogene Ernährung ist das Fundament für Gesundheit, Vitalität und Leistungsfähigkeit in allen Lebenslagen“ sowohl für die Patienten als auch für die Beschäftigten. „Damit die Qualität gewährleistet wird, brauchen wir die notwendigen Rahmenbedingungen“, dankt sie auch den Verantwortlichen für die monate- und jahrelangen umfassenden Planungsarbeiten.
Günther Dorfinger, Kaufmännischer Direktor des KUK, sieht in der künftigen neuen Zentralküche ein starkes Zeichen für Qualität, Wachstum und Versorgung für die rund 60.000 stationären Patienten pro Jahr, über 5.000 Beschäftigten und über 2.000 Studierenden am Campus.
Auch für die rund 140 Beschäftigten im Küchenteam, das auf einer Fläche von 1.600 Quadratmetern arbeiten wird, bringt der Neubau Verbesserungen. Moderne Geräte, automatisierte Abläufe und neue Sozialräume sollen für gute Arbeitsbedingungen sorgen.
Sechs Geschosse, drei davon unterirdisch
Der Neubau wird an der Ecke Weißenwolffstraße/Garnisonstraße am Campus entstehen. Technisch setzt das Projekt auf Innovation: Das Gebäude wird sechs Geschosse umfassen, davon drei Untergeschoße, in Summe 12.000 Quadratmeter. In den Stockwerken zu finden: hocheffiziente, automatisierte Waschanlagen, innovative Warenwirtschaftssysteme, robotergesteuerte Fahr- und Transportsysteme, die neueste Gerätegeneration mit schonenden Garmethoden und viel nötige Technik.
„Cook & Serve“ sowie „Cook & Chill“
Das Restaurant für die Beschäftigten und Studierenden am Campus wird nach dem sogenannten „Cook & Serve“-Prinzip betrieben. Ein Frontcooking-Bereich ermöglicht es, Speisen direkt vor den Augen der Beschäftigten fertigzustellen.
Für die Patientenversorgung kommt das bewährte „Cook & Chill“-Verfahren zum Einsatz, bei dem Speisen schonend zubereitet und gekühlt gelagert werden.
Auch Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle. Der Betrieb soll weitgehend digital und papierlos organisiert werden. Zudem bleibt das Klinikum Teil der Initiative „United Against Waste“, die Lebensmittelabfälle reduziert.
Erster Bauabschnitt
Für die Verantwortlichen ist das Projekt mehr als nur ein Neubau. Architekt Olaf Arne Drehsen vom renommierten Architekturbüro JSWD Architekten GmbH & Co KG, spricht von einem „architektonischen Bekenntnis zu Qualität, Präzision und Zukunftsorientierung. Die Architektur muss garantieren, dass sich die Menschen wohlfühlen, denn nur so können sie optimal arbeiten und nur so kann der Patient genesen.“
Mit dem Spatenstich ist nun der Startschuss zum ersten Bauabschnitt gefallen. Das zukünftige Restaurant für Beschäftigten wird im Gebäude des neuen Kinderbettentraktes liegen. Bis zu dessen Fertigstellung steht eine Übergangslösung im Neubau der Zentralküche bereit.
„Im Anschluss an den Spatenstich werden wir einen Ideenwettbewerb unter den Beschäftigten zur Namensfindung für das neue Restaurant starten. Wir freuen uns auf kreative und innovative Ideen“, so Dorfinger.


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