Zahl der Firmenpleiten in Linz stieg deutlich an
LINZ. Deutlich öfter noch als vor einem Jahr gerieten Unternehmen im ersten Quartal in finanzielle Misslage. Bei den Privaten gab es einen Rückgang der eröffneten Pleiten. Laut KSV1870 schlitterten im ersten Quartal im Bezirk Linz (Stadt) 58 Unternehmen (Vergleichswert 2025: 36 Unternehmen) in die Insolvenz.

Viele Kleinunternehmen melden Insolvenz an und können aktuell die Kosten für die Insolvenzeröffnung nicht stemmen. Dies zeigt, dass Liquidität oft der entscheidende Engpass ist.
Die Gesamtentwicklung ist von anhaltend hohen Kosten, schwacher Nachfrage und einer Rezessionsumgebung geprägt, die Unternehmen österreichweit stark belasten. Aus Sicht des KSV1870 gilt eine Fortsetzung der aktuellen Insolvenzdynamik als wahrscheinlich.
Weniger Privatinsolvenzen
77 Privatkonkurse wurden 2026 über Bewohner des Bezirkes eröffnet. Das bedeutet einen Rückgang um 16,3 Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres mit 92 Fällen.
Der KSV1870 sieht weiterhin eine gefährliche Gemengelage:
„Die Linzer Privathaushalte sehen sich mittlerweile seit geraumer Zeit mit hohen finanziellen Belastungen konfrontiert. Das generell hohe Preisniveau spielt eine wesentliche Rolle. Viele Menschen geraten daher zusehends in eine finanziell prekäre Lage. Es ist damit zu rechnen, dass sich die finanziell angespannte Lage für viele im Bezirk Linz (Stadt) lebende Menschen in den nächsten Monaten kaum entspannen wird“, so der Kreditschutzverband, der in Linz durch die Leiterin KSV1870 Region Nord, Petra Wögerbauer, vertreten wird.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden