Schulden der Stadt Linz weiter gestiegen
LINZ. Die hohe Inflation und eine weitgehend stagnierende Wirtschaftslage machen auch vor der Stadt Linz nicht Halt, hieß es bei der Präsentation des Rechnungsabschluss der Stadt 2025. Wirtschafts- und Finanzstadtrat Thomas Gegenhuber (SPÖ) sieht dazu auch Probleme durch die Belastung durch den Finanzausgleich. Die VP Linz kritisiert das Anwachsen des Schuldenbergs.

„Lag 2024 das Defizit noch bei minus 49,1 Millionen Euro, so verdoppelte es sich beinahe auf minus 93,1 Millionen Euro innerhalb eines Jahres“, heißt es seitens der Volkspartei. „Noch nie verursachte ein Bürgermeister so hohe neue Schulden in seinem ersten Jahr im Amt“, bilanziert Michael Obrovsky, Geschäftsführer der VP Linz, und spricht damit Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) an.
Gegenhuber verweist auf die Investitionen in der Höhe von 100 Millionen Euro, die zu großen Teilen in wichtige Sozial-, Infrastruktur- und Klimaschutz-Projekte fließen und damit der Bevölkerung zu Gute kommen.
Finanzausgleich als Belastung
Auch der Finanzausgleich und die damit verbundenen Zahlungen an das Land seien belastend, so der Stadtrat. „Trotz Anpassungen im Finanzausgleich zeigt sich auch im vorliegenden Rechnungsabschluss, dass dieser nach wie vor eine große Belastung für Städte und Gemeinden darstellt: Beinahe jeder zehnte Euro der gesamten operativen Gebarung der Stadt Linz geht in saldierter Betrachtung an das Land Oberösterreich“, kritisiert Gegenhuber.
Auch Neos kritisieren
Auch die Neos kritisieren die beim Rechnungsabschluss vorgelegten Zahlen. „Politisch wird gerne erzählt, Linz baue Schulden ab. Die Realität laut Rechnungsabschluss: Diekurzfristigen Finanzschulden, also Barvorlagen, sind binnen eines Jahres von 66,1 auf 161,7 Millionen Euro gestiegen. Das ist ein Plus von 95,6 Millionen Euro in zwölf Monaten. In Summe ist die Finanzverschuldung von 805 auf 893 Millionen Euro gewachsen, plus 88 Millionen Euro netto“, heißt es dort.


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