Stelzer warnt vor Unsicherheit für Privatuniversitäten
Ö/OÖ. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) hatte Pläne vorgestellt, die unter anderem die Einführung von Wissenschaftsregionen oder die Möglichkeit des Teilzeit-Studiums vorsehen. Privatuniversitäten sollen keine öffentlichen Gelder mehr erhalten. Das alarmiert Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).

Am Rande einer Pressekonferenz am Dienstag in Linz verwies Stelzer auf die Bruckneruni Linz – eine Privatuniversität, finanziert vom Land OÖ. Er hoffe, dass es sich bei den Aussagen Holzleitners um ein Missverständnis handle, so Stelzer.
In einer Aussendung konkretisiert er: „Die Anton Bruckner Privatuniversität ist weit mehr als eine Bildungseinrichtung. Sie ist ein Aushängeschild unseres Kulturlandes, ein Ort der Exzellenz und ein unverzichtbarer Teil der oberösterreichischen Kulturlandschaft. Wer die Zukunft von Privatuniversitäten infrage stellt, stellt auch die Zukunft solcher Erfolgseinrichtungen infrage.“
Ebenfalls am Rande einer Pressekonferenz zur Weiterentwicklung der FH Oberösterreich merkte Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) zur aktuellen Hochschuldiskussion an, dass es nicht sein könne, dass sich der Bund von seinen Aufgaben entferne und die Länder übernehmen müssten. Oberösterreich stärke alles, was Zukunft ermögliche, verweist er auf den anderen Weg in Oberösterreich, wo es aktuell das höchste Forschungsbudget jemals gebe. „Budgetären Druck haben wir alle, aber rasenmähermäßig überall ein bisschen zu sparen, ist nicht der oö. Weg.“ Er kritisiert auch eine fehlende Einbindung der Länder, die eine Inflationsabgeltung fordern. Dies ausbleibende Abgeltung sei „in Wahrheit eine heimliche Verschiebung der Finanzierungslast vom Bund zu den Ländern.“


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