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FH Oberösterreich heißt ab 2027 UAP – University of Applied Sciences Upper Austria

Tips LogoKarin Seyringer, 23.06.2026 12:44

OÖ/LINZ/WELS/STEYR/HAGENBERG. Vor einem Jahr wurde die „Strategie FH OÖ 2040“ vorgestellt, am Dienstag wurde eine umfassende Neupositionierung präsentiert. Im Mittelpunkt stehen die noch stärkere internationale Sichtbarkeit sowie eine klare Profilbildung der vier Fakultäten. Dazu bekommen die Fakultäten neue Namen und auch die FH firmiert ab 1. Jänner 2027 unter der neuen Marke: UAP – University of Applied Sciences Upper Austria.

  1 / 2   Landesrat Markus Achleitner, Isolde Perndl, (Kaufmännische Geschäftsführerin der FH OÖ), und FH OÖ-Präsident Michael Rabl präsentierten die Neupositionierung. (Foto: Land OÖ/Charlotte Guggenberger)

Aus der heutigen FH Wels – Fakultät für Technik & Angewandte Naturwissenschaften wird der „Technology Campus Wels“. Die heutige Fakultät für Wirtschaft & Management in Steyr wird zum „Management Campus Steyr“.

In Hagenberg wird die Fakultät für Informatik, Kommunikation & Medien zum „Digital Campus Hagenberg“. Die Linzer Fakultät für Medizintechnik & Angewandte Sozialwissenschaften wird zum „Social Campus Linz“.

Die einzelnen Fakultäten erhalten auch einen jeweiligen Farbcode, das darüberliegende Dach ist die UAP – University of Applied Sciences Upper Austria. Die Einführung des neuen Markenbildes ist mit Jänner 2027 vorgesehen.

„Keine kosmetische Maßnahme“

„Die Fachhochschule OÖ ist forschungsstärkste FH in Österreich und zählt im Bereich Forschung zu den führenden FHs im deutschsprachigen Raum“, betont Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) bei der Präsentation. „Nun setzen wir den nächsten großen Entwicklungsschritt.“ Die Neupositionierung sei keine kosmetische Maßnahme, sondern eine strategische Entscheidung, betont er: „Eine starke Marke entsteht durch Klarheit. Die Neuaufstellung ist ein klares Statement für Internationalisierung und Profilschärfung. Durch die klare Profilbildung schaffen wir Orientierung, stärken die Wiedererkennbarkeit und erhöhen die internationale Sichtbarkeit der gesamten Hochschule.“

„In Oberösterreich für Oberösterreich ausbilden“

Hintergrund ist unter anderem der steigende Fachkräftebedarf. Laut Fachkräftemonitor könnten Oberösterreich bis 2040 rund 151.000 Fachkräfte fehlen. Deshalb sollen künftig noch mehr internationale Studierende nach Oberösterreich geholt und langfristig an den Standort gebunden werden.

In der „Strategie FH Oberösterreich 2020“ ist das „Ready4UpperAustria Modell“ grundgelegt: Internationale Studierende werden nicht nur ausgebildet, sondern auch gezielt bei der Integration in den oö. Arbeitsmarkt unterstützt. „Wir wollen in Oberösterreich für Oberösterreich ausbilden“, so Achleitner. Ab dem ersten Semester sind verpflichtend vier Stunden Deutsch pro Woche zu absolvieren. 

Derzeit studieren an der FH Oberösterreich 5.716 Personen, mehr als 1.100 davon kommen bereits aus dem Ausland. Dieser Anteil soll in den kommenden Jahren weiter deutlich steigen.

Neues Student Support Center 

Zur Unterstützung internationaler Studierender wird zudem ein neues Student Support Center eingerichtet. Es soll bei Studienorganisation, Karriereplanung sowie Fragen zu Gesundheit und Wohlbefinden unterstützen. Bereits jetzt lernen rund 90 internationale Studieninteressierte über ein Online-Programm Deutsch, noch bevor sie nach Österreich kommen.

Neue Leitprojekte

FH-Präsident Michael Rabl betont die Verbindung von Forschung und Lehre als besonderes Merkmal der Hochschule: „Unsere Richtschnur ist die konsequente Studienorientierung, exzellente Lehre, anwendungsorientierte Forschung – und auch die regionale Verankerung geht nicht verloren.“

Rabl kündigte auch mehr Flexibilität in den Studienplänen an. Die Lehre werde durch stärkere Flexibilisierung und Modularisierung der Studienangebote weiterentwickelt. Ein wichtiger Hebel – auf Empfehlung des Rats für Forschung und Technologie Oberösterreich – ist die Verankerung von Englisch als zweite Arbeitssprache.

Die Welser Fakultät wird zum Pilotstandort für ein individualisiertes Studium im MINT-Bereich. Ein Leitprojekt in Steyr ist der neue englischsprachige Bachelor-Studiengang „International Business & Econmics“.

Mit dem Neubau des Digital Campus Hagenberg wird gezielt in die dortige Standortqualität investiert, der einstimmige Beschluss der Landesregierung und im Landtag ist erfolgt.

Auch lesen: 61 Millionen Euro machen FH Hagenberg zukunftsfit

Ein Leitprojekt an der FH Linz ist das neue Josef-Ressel-Zentrum für „Werkstofftechnik in der Weichteilregeneration“. Dieses erforscht dreidimensionalen, licht-modularen Gewebedruck für die Anwendung bei der Regeneration von Muskelgewebe.

Ab 2027 Studienberechtigungsprüfung

Ergänzend zum bestehenden Studienbefähigungslehrgang wird die FH OÖ ab 2027 auch eine Studienberechtigungsprüfung anbieten, besonders im Auge habe man hier Absolventen der dualen Ausbildung, so Rabl.

Die Kaufmännische Geschäftsführerin der FH OÖ Isolde Perndl verweist zudem darauf, dass Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Diversity als zentrale Querschnittsthemen verankert sind und alle Bereiche der FH prägen. PV-Ausbau, Energieoptimierung und Beschattungsmaßnahmen werden vorangetrieben. Gesundheit im Arbeitsumfeld wird großgeschrieben – so gibt es das Projekt „Connected4Health“, auch eine neue Kooperation mit dem Universitätssportinstitut (USI) wird gestartet.  


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