24-Stunden-Betreuung: Die meisten liegen beim Preis daneben
OÖ. Wenn in einer Familie das Thema 24-Stunden-Betreuung aufkommt, folgt oft dieselbe Reaktion: „Das können wir uns sowieso nicht leisten.“ Dabei zeigt die Erfahrung, dass viele Menschen die tatsächlichen Kosten deutlich höher einschätzen, als sie am Ende ausfallen. Der Grund dafür ist einfach: Vielen ist nicht bewusst, welche Förderungen es gibt.

Wie hoch die Kosten einer 24-Stunden-Betreuung tatsächlich sind, hängt immer von der individuellen Situation ab. Welche Unterstützung wird benötigt? Welche Qualifikationen soll die Betreuungskraft mitbringen? Wie umfangreich ist der Betreuungsbedarf? Deshalb gibt es auch keinen einheitlichen Preis für alle Familien.
Wichtig zu wissen ist jedoch: Bereits ab Pflegestufe 1 kann Pflegegeld bezogen werden. Ab Pflegestufe 3 besteht in den meisten Fällen zusätzlich Anspruch auf eine staatliche Förderung für die 24-Stunden-Betreuung. Alle Infos zu den Förderkriterien erhält man online beim Sozialministerium.
Kosten und Förderungen im Überblick
Viele Angehörige sind oft überrascht, wenn sie sich erstmals konkret informieren. Die einzelnen Vermittlungsagenturen in Oberösterreich sind mit den Kosten sehr transparent. Familien wird empfohlen, sich individuell beraten zu lassen.
Auf der Website daheimbetreut.at/de/download steht ein Muster-Kostenblatt bereit, das einen ersten Überblick über mögliche Kosten und Förderungen gibt.
Doch bei der Entscheidung für eine 24-Stunden-Betreuung geht es nicht nur um Zahlen. Es geht darum, dass Menschen dort bleiben können, wo sie sich am wohlsten fühlen: zuhause. Dort, wo die Fotos der Enkel stehen, die Nachbarn grüßen und jede Ecke ein G’schichtl erzählt.

