Fernwärme wird teurer: Linz AG erhöht ab 1. August um sechs Prozent
LINZ. Die Linz AG erhöht mit 1. August 2026 den Fernwärmetarif um sechs Prozent. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit 70 Quadratmetern Wohnfläche bedeutet das Mehrkosten von knapp sechs Euro im Monat.

Als Grund für die Erhöhung nennt die Linz AG die angespannte allgemeine Kostenlage. Besonders die Ausgaben für die Erzeugung seien im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Der Marktpreis für Erdgas habe sich um 40 Prozent erhöht, Pellets seien um 30 Prozent teurer geworden.
Die Linz AG halte aber auch nach der amtlich festgelegten Anpassung das günstigste Fernwärmeangebot im österreichischen Landeshauptstädtevergleich, hält der Versorger fest.
Investition in Dekarbonisierung
Um die Versorgung künftig unabhängiger von internationalen Energiepreisen zu machen, investiert das Unternehmen in den Umbau seiner Fernwärmeerzeugung. Ein bereits in Bau befindlicher Wärmewandler soll den Anteil klimaneutraler Energiequellen in der Fernwärmeerzeugung von derzeit rund 40 auf 60 Prozent erhöhen. Weitere Projekte seien in Planung.
Die Dekarbonisierung soll langfristig zu mehr Versorgungssicherheit beitragen und größere Preisschwankungen abfedern. Die LINZ AG will damit die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und globalen Marktentwicklungen verringern.
Die Linz AG-Fernwärme-Kunden erhalten erhalten in diesen Tagen ein Schreiben mit den neuen Tarifinformationen.


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