Wellnessoase Hummelhof in Linz wird für zehn Millionen Euro modernisiert
LINZ. Die Wellnessoase Hummelhof in Linz wird umfassend saniert - Tips hat berichtet. Zehn Millionen Euro werden dafür von der Linz AG in die Hand genommen. Das Großprojekt soll bis 1. September 2027 fertiggestellt sein. Am Dienstag wurden die Details präsentiert.

„Ein Sprung ins kühle Wasser an einem heißen Tag, Schwimmen lernen für Kinder, Training für Vereine, oder ein Saunabesuch im Winter – das ist Lebensqualität im Alltag“, so Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ). Er sieht ein Bad nicht als Luxus, sondern als Grundversorgung. Das Linzer Bäderangebot umfasst fünf Bäderoasen, sieben kostenfreie Kinderfreibäder und drei Badeseen.
Heuer war mit 371.000 Besuchern die beste Freibadsaison seit mehr als zehn Jahren. In den letzten drei Jahren – 2023, 2024 und 2025 – nutzten jeweils über eine Million Gäste die Bäderangebote der Linz AG.
Entspannung am Dach
Laut Generaldirektor Erich Haider sei ein Grundsatz der Linz AG, „dass diese Angebote zu leistbaren, günstigen Preisen stattfinden. Und ich darf erwähnen, dass wir im Tarifvergleich beim Schwimmen die günstigste Landeshauptstadt und auch die günstigste Bezirkshauptstadt sind.“
Die Bauzeit an der Wellnessoase Hummelhof wird etwas mehr als ein Jahr andauern. Den Sauna-, Wellness- und Beckenbereich können die Gäste in diesem Winter nicht verwenden, der Freibadbetrieb im nächsten Sommer ist aber nicht von der Schließung betroffen.
Nach der Sanierung der Wellnessoase Hummelhof wird es einen neuen Sauna- und Wellnessbereich auf 900 Quadratmetern, getrennte Bereiche für Frauen – etwa Ruhebereiche und Garderoben –, einen Außenliegebereich am Dach auf 335 Quadratmetern und dazu auch einen neuen Lift bis in das Dachgeschoss geben.
Stadt fordert Unterstützung vom Land
Vizebürgermeisterin Karin Leitner (SPÖ) betont, dass das Bäderangebot und das generelle Angebot im Bereich der Eishallen der Stadt Linz finanziell einiges wert sei: „Und wir stemmen das aktuell alleine. Gleichzeitig wollen wir mit diesen Investitionen natürlich nicht finanziell baden gehen.“ Immer mehr Personen auch aus dem Linzer Umland würden das Angebot nutzen. “Nimmt man nur jene, für die ein Linzer Hallenbad das nächstgelegene Angebot darstellt, sind es immer noch 367.000 Menschen – 42 Prozent davon Nicht-Linzer.“
Der Linzer Gemeinderat habe vor dem Sommer, schon zum wiederholten Mal, eine Resolution zur Finanzierung der Bäderinfrastruktur beschlossen und an das Land Oberösterreich geschickt. Dabei wird das Land aufgefordert, eine Teilfinanzierung zu übernehmen. Laut Leitner habe es bislang aber keine Rückmeldung gegeben. „Sie ist ausständig. Ich bin schon sehr gespannt, was hier kommen wird.“
Drängend sei die Lage beim Badezentrum in Traun. Wenn dieses Angebot wegfalle, würden aus dem Übergangsbereich der Einzugsgebiete laut Leitner noch 70.000 Personen dazukommen: „Erstmals wären dann mit rund 52 Prozent mehr Nicht-Linzer als Linzer in unserem Einzugsgebiet zu versorgen - und das, obwohl wir bereits weitgehend ausgelastet sind. Hier muss das Land Lösungen liefern.“
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Land OÖ verweist auf Petitionsausschuss
Im Büro der zuständigen Gemeinde-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) wird auf Tips-Nachfrage auf den kommenden Petitionsausschuss verwiesen, in dem die aktuelle Petition behandelt und beraten werde.
Zudem wird darauf verwiesen, dass die Statutarstädte Linz, Wels und Steyr nicht den Richtlinien der „Gemeindefinanzierung NEU“ unterliegen, sondern jährlich Bedarfszuweisungsmittel auf Basis festgelegter Kontingente erhielten. „Im Rahmen der Gemeindeautonomie können sie diese Mittel eigenverantwortlich für ihre Projekte, darunter auch für städtische Badeanlagen, einsetzen“, so in der Stellungnahme.
Zum Badezentrum Traun wird darauf hingewiesen, dass es aktuell laufende Gespräche mit den Gemeinden im Bezirk Linz-Land bezüglich eines möglichen Neubaus gebe.








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