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LUFTENBERG. Eine natürliche und würdevolle Alternative zu konventionellen Friedhöfen will Andreas Krassay künftig mit seinem „Ruhewald“-Projekt in der Gemeinde Luftenberg ermöglichen.

Im Ruhewald Hohenegg (Bild) wird seit Herbst 2014 die Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen inmitten friedlicher Natur bestattet – an den Wurzeln ausgesuchter Bäume, im Schatten besonderer Steine oder am sonnigen Wiesenrand. In Luftenberg ist nun ein ähnliches Projekt geplant. Foto: Weinhofer

Alternative Bestattungsmethoden erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Möglichkeiten zur Wald- oder Baumbestattung werden vielfach in Deutschland geboten, aber auch in Österreich gibt es einige interessante Projekte wie den Ruhewald Hohenegg bei St. Pölten. „Ich habe mir das vor Ort schon angeschaut und mir gedacht, warum nicht auch bei uns? Im Prinzip läuft das so ab, dass man sich zu Lebzeiten einen Baum kauft und im Todesfall dann nach der Einäscherung die biologisch abbaubare Urne bei der Baumwurzel vergraben wird. Am Stamm wird eine Erinnerungsplakette mit Namen, Geburts- und Sterbedatum angebracht. Weiterer Grabschmuck oder Grabpflege ist nicht vorgesehen – das übernimmt die Natur. Es gibt auch keine Blumen oder Kerzen. So wird der Wald seinen ursprünglichen Charakter beibehalten. Wald bleibt also Wald“, erklärt Krassay sein Vorhaben im Tips-Gespräch.

Fünf Hektar „Naturfriedhof“

Von der Gesamtfläche des Waldstückes soll in Zukunft knapp die Hälfte – also rund fünf Hektar – als letzte Ruhestätte für Verstorbene aller Konfessionen dienen. „Der Wald wird naturbelassen und auch nicht eingezäunt oder mit sonstigen Begrenzungen versehen – bleibt somit auch weiterhin öffentlich zugängig. Vorgesehen ist die Errichtung einer WC-Anlage, eines Geräteschuppens sowie von Parkplätzen“, so Krassay.

Antrag im Gemeinderat behandelt

In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde am Donnerstag Krassays Antrag auf Umwidmung von Wald in Friedwald auf einer Teilfläche des Grundstückes nahe der Kutzenbergsiedlung behandelt und ein Verfahren nach dem Raumordnungsgesetz eingeleitet. „Das oberösterreichische Bestattungsgesetz erlaubt viele Arten der Bestattung. Nun wird ein Gutachten erstellt – auch Forstabteilung, Naturschutz oder Jägerschaft sowie Grundstücksanrainer können ihre Stellungnahmen einbringen“, informiert Luftenbergs Bürgermeisterin Hilde Prandner. ?


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