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LUNZ/SEE. Unter dem Motto „Boden und Natur zum Begreifen“ lud die Gemeinde Lunz am See gemeinsam mit der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ und der Fachabteilung Landentwicklung der Agrarbezirksbehörde im Land Niederösterreich zu einem besonderen Rundgang ein. 

  1 / 2   (2.v.l.) Altbürgermeister Martin Ploderer, dahinter DI Christian Steiner, Fachabteilung Landentwicklung der Agrarbezirksbehörde im Land Niederösterreich, (Mitte, Herr im hellblauen Hemd) Bgm. Josef Schachner, daneben DI Karin Schmid Schutzgebietskoordinatorin des Mostviertels von der eNu. (Foto: Gemeinde Lunz am See)

„Wir leben in einer Region mit einer relativ unberührten Natur- und Kulturlandschaft. Das verpflichtet uns, sorgsam mit Boden und Wasser umzugehen und uns für den Erhalt der Artenvielfalt einzusetzen“, erklärte der Lunzer Bürgermeister Josef Schachner des Engagement seiner Gemeinde. Das Wildnisgebiet Dürrenstein ist gemeinsam mit dem Nationalpark Kalkalpen das erste und einzige von der UNESCO ausgezeichnete Weltnaturerbe in Österreich. „Für den Naturschutz ist es wichtig, dieses Engagement sichtbar zu machen und die Menschen fürs Mitmachen zu begeistern“, so Karin Schmid von der eNu, Schutzgebietskoordinatorin des Mostviertels, über Idee hinter den Rundgängen in engagierten Gemeinden. Auch der Lunzer Altbürgermeister Martin Ploderer nahm sich Zeit, um die Gruppe interessierter Bürger zu begleiten und sein Wissen über die Vorzeigebeispiele in der Gemeinde weiterzugeben.

Narzissenprojekt Ybbstal

Die erste Station des Rundgangs war eine Narzissenwiese am Lunzer See. Um die wertvollen Wiesen im Ybbstal zu schützen, hat das NÖ Schutzgebietsnetzwerk in Kooperation mit den Ybbstaler Gemeinden und der LEADER-Region Eisenstraße das Projekt „Narzissen und Orchideenwiesen im Ybbstal“ ins Leben gerufen. In einem ersten Schritt werden die Wiesen kartiert, ökologische Besonderheiten festgehalten und Maßnahmen für die zukünftige Pflege jeder einzelnen Fläche festgelegt. Ein parallel dazu laufendes LEADER-Projekt will Bewusstsein für die schützenswerte Natur schaffen. In jeder Gemeinde wird ein „Schaufenster“ in der Landschaft errichtet, das den Blick auf einen Wiesenausschnitt ermöglicht. Auch Exkursionen mit naturschutzfachlicher Begleitung sind geplant, ebenso Schulmaterialien für die Kinder aus dem Ybbstal und ein Fest zu Ehren der Narzissen.

Ybbstal Radweg

Vom See spazierte die Gruppe zurück in den Ort entlang des Ybbstal Radweges. Er ist ein Vorzeigebeispiel für nachhaltige Mobilität. Der 107 Kilometer lange Weg verbindet Ybbs an der Donau mit dem Lunzer See und führt dabei durch eine spektakuläre Landschaft. Besonders das 55 Kilometer lange Kernstück zwischen Waidhofen an der Ybbs und Lunz am See ist ein Landschaftserlebnis für die ganze Familie.

Haus der Wildnis

Mitten im Ort wird gerade das Haus der Wildnis errichtet, ein Vorzeigeprojekt in vielerlei Hinsicht: Als Naturkompetenzzentrum will es interessierten Gästen in Zukunft das umfangreiche Angebot an Naturschönheiten im Ybbstal und rund um den Ötscher vermitteln. Erbaut wird das Haus der Wildnis auf einem bereits bestehenden Objekt mitten im Ortskern von Lunz am See. Damit wird kein wertvoller Boden verbraucht, sondern eine seit rund zehn Jahren bestehende Baulücke geschlossen.


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