Plattlermändscha aus Martinsberg: „Wir zeigen‘s den Burschen“
MARTINSBERG. Was 2016 mit einer sporadischen Mitternachtseinlage am Ball begann, mündete schließlich in einer Vereinsgründung: die Martinsberger „Plattlermändscha“ waren geboren. Sie liefern den besten Beweis, dass der traditionelle Tanz nicht nur für die Männerdomäne gemacht ist.

Schwarze T-Shirts, kurze Lederhosen und bunte Sneakers – so kennt man die Plattlermändscha aus Martinsberg. Und so sieht man sie des Öfteren bei Auftritten, ob zu Erntedank oder auf Bällen.
Dennoch aller Anfang ist schwer, weiß Obfrau Barbara Eder: „Die Hand-Bein-Koordination ist die ersten Male eine echte Herausforderung“, lacht sie. Aber es sei alles zu lernen, es brauche lediglich ein wenig Geduld. Neben geistiger Koordination ist auch körperliche Kondition gefragt. „Nach dem ersten Mal Plattln ist man ausgepowert“, so Eder.
Wie auch ihr männliches Pendant, die bereits bekannte Schuhplattlergruppe aus Martinsberg, haben auch die Mädels den „Watschenplattler“ im Programm. Allerdings überlassen sie die akrobatischen Figuren gerne den Burschen, „da fehlt uns einfach die Kraft - dafür haben wir mehr moderne Nummern zu bieten“.
Mit einem Repertoire von 15 bis 20 Tänzen braucht sich die 16-köpfige Mädelstruppe nicht zu verstecken. Übrigens tanzen die „Mändscha“ auch manchmal gemeinsam mit den Burschen, schließlich zählen sie alle zur Landjugend Martinsberg.
Gruppe ist im Wachsen
Was Barbara Eder besonders freut ist, dass die Gruppe wächst, aktuell sind einige junge Plattlerinnen dazugekommen. Sie würde sich wünschen, dass sie auch in vielen Jahren noch Freude am Plattln haben und für den ein oder anderen Auftritt gebucht werden (Kontakt: b.gressl@gmx.at).
Und der traditionelle Tanz, wo der Bursche eigentlich um ein Mädel wirbt, den kann man in heutigen Zeiten auch einmal getrost umkehren, lacht Eder.


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