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Körung: Österreichs bester Hengst kommt aus der Zucht einer jungen Mauerkirchnerin

Ute Schneiderbauer, 26.02.2018 13:00

MAUERKIRCHEN. Ein Warmbluthengst aus der Zucht der Mauerkirchnerin Giulia Schwab wurde zu Österreichs bestem Hengst ernannt. Wo die Wurzeln zur Pferdeleidenschaft liegen und weshalb sie es ihrem Vater verheimlichte, dass sie den Hengst Fabergé EP großzieht, erzählt die 26-jährige Tierärztin im Interview.

Der Hengst Fabergé EP aus der Zucht der Mauerkirchnerin Giulia Schwab hat alle Mitstreiter in den Schatten gestellt und ist nun Österreichs schönster Hengst.

Tips: Fabergé EP ist österreichischer Sieger der Warmbluthengstkörung 2018. Wie fühlt sich das an?

Schwab: So ein großer Erfolg ist mit nichts anderem vergleichbar. Die Prüfung fand im Pferdezentrum Stadl-Paura in Wels-Land statt und lief über zwei Tage. 30 unberittene Pferde haben teilgenommen, wurden genau gemustert und unter anderem in Bewegung und Springen bewertet. Ziel der Hengstkörung ist es, die besten Tiere für die Zucht auszusuchen.

Tips: Welche weiteren Pläne haben Sie jetzt für Fabergé EP?

Schwab: Er wird jetzt angeritten, um Ende des Jahres, wenn alles klappt, am Österreichischen Bundeschampionat teilzunehmen.

Tips: Wie hat die Leidenschaft zu Pferden angefangen?

Schwab: Ich glaube, ich war vier oder fünf Jahre alt. In meiner ganzen Familie gibt es keine Reiter und meine Mutter dachte, es sei nur eine Phase. Daraus hat sich dann aber eine echte Leidenschaft entwickelt. Jeder, der Pferde mag, kennt diesen „Pferdevirus“, das hört einfach nicht mehr auf.

Tips: Wie ging es dann weiter?

Schwab: Mit zwölf Jahren war ich dann bei den ersten Turnieren dabei. Mit Timba, der Mutter von Fabergé EP, habe ich mich auf den Dressursport konzentriert. Das war harte Arbeit und ohne die Unterstützung meiner Familie wäre das nicht möglich gewesen.

Tips: Was haben die Buchstaben EP in Fabergés Namen eigentlich zu bedeuten?

Schwab: Es lässt sich nicht vermeiden, dass Pferde mal gleiche Namen haben. Während manche Pferdebesitzer ihre eigenen Namensinitialen hinten dran setzen, habe ich die Initialen meiner Oma gewählt.

Tips: Wann entstand Ihre Idee zur Pferdezucht?

Schwab: Der Hengst wurde 2015 geboren. Er war auswertig in Aufzucht und meine Mutter und ich haben es meinem Vater vorerst verheimlicht, dass Fabergé überhaupt existiert. Seine Erfolge bei Bewerben haben wir schweren Herzens stillgeschwiegen. Von der Körung gab es aber dann so viele Berichte, da haben wir es ihm gestehen müssen (lacht). Jetzt ist er natürlich sehr stolz.


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