Maria Hofstätter und die aktuelle Frage nach dem "Wohin"
MAUTHAUSEN. Einen emotionalen Abend erlebten die Besucher der diesjährigen Kultur- und Gedenkveranstaltung anlässlich der Februarnacht, in der Häftlinge des Blocks 20 aus dem Konzentrationslager Mauthausen flüchteten.

Schüler der Mittelschule näherten sich mit Feingefühl und mit Unterstützung des Fotografen Volker Weihbold der Thematik „Zusammenleben“ und präsentierten ihr Projekt mit berührenden Texten und Fotos. Die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin Maria Hofstätter widmete sich in ihrer Lesung dem Thema Flucht und spannte einen Bogen vom „Damals“ zum „Heute“. Musikalisch kongenial unterstützt von Melissa Coleman am Cello bereitete sie den Besuchern einen unvergesslichen Abend. „Wohin sollten die Flüchtlinge der Mühlviertler Menschenhatz flüchten, um dem sicheren Tod zu entgehen. Wohin - heißt es auch heute für viele, die Hunger, Krankheit und Tod entkommen wollen, „ fasste Walter Hofstätter, Obmann der Perspektive Mauthausen, in seiner Eröffnungsrede zusammen. „Wohin“, war Titel, Verbindung und Anregung für eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung, eine Gesellschaft frei von Rassismus.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden