Besucherrekord bei Menschenrechtesymposium in der Bewusstseinsregion
BEZIRK PERG. Das Thema Diskriminierung prägte das internationale Menschenrechte-Symposium in Mauthausen und St. Georgen/Gusen.

Rund 1.200 Personen aus allen Teilen Europas haben sich zum dritten Symposium in der Bewusstseinsregion eingefunden, das waren dreimal mehr als beim Start vor zwei Jahre. Sie nutzten die Möglichkeit, sich in rund 50 Veranstaltungen – Workshops, Diskussionsrunden, Ausstellungen und geführten Themenrundgängen zu Schauplätzen des NS-Terrors – an vier Tagen mit den Arten und Folgen von Diskriminierung von Andersdenkenden, Minderheiten und Frauen auseinanderzusetzen und auszutauschen. Ein Chor der Lebenshilfe St. Georgen/Gusen sang gegen Diskriminierung an und die Kinder der Volksschule St. Georgen an der Gusen setzten sich berührend in einem Theaterstück mit den Mechanismen von Unterdrückung auseinander.
Ingrid-Steininger-Kulturförderpreis
Die Verleihung des Ingrid-Steininger-Kulturförderpreises der Marktgemeinde Mauthausen erfolgte ebenfalls im Rahmen dieses Symposiums. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert, wurde von einer namhaften Jury bewertet und ging dieses Jahr an zwei Preisträger: die Neue Mittelschule Mauthausen für ihr Filmprojekt „Rotasia – wenn aus Fremden Freunde werden“ und das Projekt „Gestern Heute Morgen – eine Erzählung“ von Hanna Hermann aus Linz, … „die mit ihrer literarischen Auseinandersetzung das Gestern nachvollziehbar mit dem Heute verbindet …und die Erinnerung sich den ihr zustehenden Raum und schließlich einen Weg zum Verzeihen schafft.“ Mit einem Stop-Motion-Film arbeiteten die Mittelschüler anhand der Geschichte des Musicals Rotasia das Thema Ausgrenzung auf. Sie knüpften an eigene Erfahrungswerte an und entwickelten ein hohes kreatives Potenzial hieß es in der Begründung der Jury.
Abschlusskundgebung
Abgerundet wurde das Programm durch ein Literaturfrühstück mit Thomas Baum und einer Abschlusskundgebung am Pfarrplatz mit Friedenstauben und dem Geläut der neuen Friedensglocken der Pfarrkirche Mauthausen sowie einer gemeinsamen Erklärung zu Akzeptanz und Achtung des „Anders-Seins“, Wertschätzung der Verschiedenheit, Lebensentwürfe und Lebensverhältnisse und der Möglichkeit zur Mitgestaltung für alle Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben.


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