Mauthausener Firma für U-Bahn Gestaltung ausgezeichnet
MAUTHAUSEN. Die OÖ. Handwerkspreise der WKO mit Unterstützung der Raiffeisenlandesbank OÖ zeichnen herausragende handwerkliche Leistungen in vier Kategorien aus. Der 1. Preis in der Kategorie Bauen-Sanieren-Einrichten & Wohnen ging an die Mauthausener Firma Glas Wiesbauer.

„Der Preis erfüllt uns mit großem Stolz! Wir haben das Siegervideo, das am 7. November vor großem Publikum in der Welser Messehalle abgespielt wurde, unseren Mitarbeitern gleich am nächsten Tag präsentiert – und ich habe dabei wieder Gänsehaut bekommen! Es zeigt uns, dass es sich ausgezahlt hat, dass wir uns über so ein Projekt drüber trauen. Unsere Mannschaft hat sich gemeinsam mit uns gefreut. Das Preisgeld soll unseren Mitarbeitern zugutekommen, die alle ihren Beitrag dazu geleistet haben“, sagt Michaela Wiesbauer.
Realisierung des Projektes
Der niederländische Künstler Gerald Van der Kaap wurde von der Gemeinde Amsterdam mit der künstlerischen Gestaltung der Station Europaplein - der neuen U-Bahn Nord-Süd-Verbindung in Amsterdam - beauftragt. Auf der Suche nach einem Betrieb, der seinen Entwurf in Glas umsetzen kann, ist er im Jänner 2016 auf die Glas Wiesbauer GmbH & Co KG gestoßen. Man hatte europaweit einen Lieferanten gesucht, der für die Wandverkleidung aus Glas alles aus einer Hand, in einem Werk fertigen und liefern kann. „Wir hatten einige Monate mit Struktur- und Farbabstimmungen und Bemusterungen verbracht, damit das Endergebnis in Design und Optik letztendlich den hohen Ansprüchen des Künstlers entsprach“. Glas Wiesbauer konnte allen Anforderungen gerecht werden und erhielt den Zuschlag. Die Firma mit Sitz in Mauthausen wurde schließlich vom niederländischen Baukonzern Visser en Smit Bouw S.V. und der Stadt Amsterdam mit der Herstellung und Montage einer Wandverkleidung aus Glas in der neu errichteten U–Bahnstation Europaplein in Amsterdam beauftragt. Zu Produktions-Beginn im September 2017 kam eine Abordnung aus Amsterdam ins Werk, um den Produktionsablauf vor Ort zu besichtigen.
Große Herausforderung
„Unser Grafiker an der Digital-Druck-Anlage war hier sehr gefordert. Mit dem Künstler Van der Kaap wurde im Werk alles angepasst, bis er mit den Farbnuancen zufrieden war. Im Jänner 2017 konnten die ersten drei Musterpaneele in Original-Größe nach Amsterdam geliefert und in der U-Bahn-Station zur Bemusterung und Begutachtung aufgehängt werden. Die große Herausforderung war, dass wir alles logistisch und nach genauem Zeitplan über die Runden bringen. Der Besuch in Amsterdam anlässlich der feierlichen Eröffnung der U-Bahn im Juli 2017 hat uns mit großer Freude erfüllt“. Seit März 2018 können die Fahrgäste diese handwerkliche Meisterleistung aus Oberösterreich bestaunen.


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