Hochzeitsboom in Melk trotz Krise

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Margareta Pittl Online Redaktion, 15.01.2021 09:25 Uhr

MELK. Im Corona-Jahr 2020 läuteten in Melk die Hochzeitsglocken besonders oft. Die Stadtgemeinde verzeichnete 104 Eheschließungen und Verpartnerungen, das sind um 52 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Betrachtet man die Zahlen der Statistik Austria, so waren die Österreicher im vergangenen Jahr nicht in Hochzeitsstimmung. Allgemeine Verunsicherung durch die weltweite Pandemie, Lockdown eins, zwei und drei und verschärfte Auflagen durch die Regierung sind nur wenige Gründe, weshalb bereits lang geplante Trauungen verschoben wurden. Auch die Tatsache, einander das Ja-Wort mit Mundschutz zu geben, hat das eine oder andere Paar gehindert, vor den Standesbeamten zu treten.

Über die Gründe

In der Stiftstadt an der Donau erfreut man sich jedoch regen Zulaufs verliebter Paare, die sich von den Einschränkungen nicht beirren lassen wollten. Hier zählt man 104 Eheschließungen und Verpartnerungen bis Ende des Jahres. Das sind um 52 Prozent mehr als im Jahr davor. „Es gibt viele unterschiedliche Gründe, weshalb Verlobte im vergangenen Jahr geheiratet haben“, erklärt Sabine Luger, die Leiterin des Standesamtes in Melk. Unabänderbare Pläne, Krankheit, die Besonderheit der Situation, Sparmaßnahmen durch den Entfall großer Feste, die intime Atmosphäre in kleinstem Rahmen, um nur einige Motive zu nennen.

Besondere Auflagen

„Ich und mein Team sind immer bemüht, den Wünschen der Bürger nachzukommen, vor allem in Krisenzeiten“, so Luger weiter. Einzig der Ablauf der Trauungen musste gekürzt werden. Begrenzte Anzahl der Beteiligten inklusive Standesbeamten und kurze Zeremonien mussten mit den Personen vereinbart werden. „Die sonst sehr individuell gestalteten Trauungen mussten wir auf die gesetzlich vorgeschriebene Konsenserklärung und das Verlesen der Trauungsniederschrift zeitlich kürzen, sonst hätten wir den vielen Anfragen mit den vorhandenen Kapazitäten nicht nachkommen können“, führt Luger weiter aus. Seit März vergangenen Jahres ist man bemüht, den laufenden Betrieb bestmöglich aufrechtzuerhalten. Innerbetriebliche Sicherheitsmaßnahmen am Gemeindeamt während der offiziellen Parteizeiten sollen Bürger und Mitarbeiter vor Infektionen schützen. Dabei waren hohe Flexibilität von Leitung und Mitarbeitern gefordert. VP-Bürgermeister Patrick Strobl, der auch Obmann des Standesamts- und Staatsbürgerschaftsverbandes ist, zeigt sich über die positive Entwicklung und Nachfrage erfreut und lobt sein Team: „Einmal mehr zeigt sich, dass wir die unerwartete Herausforderung gemeistert haben.“

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