„Odyssee“: Nach dem Krieg führt kein Weg mehr zurück
MELK. Gelungene Uraufführung des Schauspiels von Stephan Lack und Intendant Alexander Hauer. Hauptdarsteller Nicki von Tempelhoff zog Zuseher in seinen Bann.

Die Schrecken des Kriegs, die Wirren der Irrfahrt und die unerfreuliche Heimkehr nach Ithaka stellen dem gebeutelten Odysseus einen Prüfstein nach dem anderen vor die Beine. Und dennoch kommt am Schluss alles, wie es kommen muss. Oder auch nicht?
Hauptdarsteller Nicki von Tempelhoff überzeugte bei der Sommerspiele-Premiere von „Odyssee“ mit seiner facettenreichen Darstellung des listenreichen griechischen mythologischen Helden. Unterstützt von einem Ensemble rund um Penelope Doris Schretzmayer, das es schafft, die zentralen Motive trotz fließender Zeitsprünge zwischen Krieg, Rückfahrt und Ankunft in der Heimat stets im Blickfeld bleiben zu lassen und das Publikum bei Fragen nach Macht, Ohnmacht, Suche und Versuchung permanent zur Reflexion animiert.
So handelt es sich bei der „Odyssee“ eben nicht um die Erzählung der Heldengeschichte eines Protagonisten, der nach zahlreiche Abenteuern schließlich unversehrt nach Hause kommt. Vielmehr wird deutlich, dass die Gräuel des Krieges auch den willensstarken König Odysseus und sein Umfeld nicht unverändert lassen können.
Noch bis 6. August gibt es die Möglichkeit, sich in der Melker Wachauarena auf die Reise ins Reich der Mythologie zu machen.


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