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Leserartikel Philipp Hebenstreit, 26.01.2016 12:42

Turbulente Tage waren es jüngst beim SC Melk. Schön langsam lichtet sich der Tunnel, die ambitionierten sportlichen Ziele wurden an die finanziellen Möglichkeiten angepasst. Spieler mussten gehen, das Ziel Landesliga gibt es offiziell nicht mehr.

Neuausrichtung beim SC Melk: Marco Leovac (rechts) wurde von Melk freigestellt. Der Angreifer spielt künftig bei Neuhofen/Ybbs. Foto: Hebe

Am 26. Februar liest Ex-Kicker Peter Hackmair im Melker Schuberth-Stadion aus seinem Buch „Träume verändern“. Passender könnte es in Zeiten wie diesen nicht sein, dass der Ex-Rieder genau diese Zeilen in Melk rezitiert. Denn ebendort wurden die Ziele neu definiert, das Vorhaben Landesliga hintangestellt. „Das sportliche Ziel ist es, unter anderem durch die „Challenge 2019“ Eigenbauspieler in die Kampfmannschaft zu bringen. Das Ziel, in die 1. Landesliga zu kommen, hat vorerst nicht Priorität“, so der offizielle Tenor von SC Melk-Pressesprecherin Manuela Kainbacher. Zu Deutsch: Die finanzielle Bürde Landesliga ist bei Melk momentan kaum leistbar. Daher mussten Routiniers wie Marco Leovac, Markus Kerschner und Roman Sopusek den Verein verlassen. Eigenbauspieler sind in Melk ab sofort wieder etwas wert.

„Besser jetzt als im Sommer“

Auf die Frage, ob der SC Melk gar vor dem Bankrott stünde, versicherte Kainbacher: „Ich kann Sie beruhigen, der Verein steht nicht vor dem finanziellen Bankrott. Langfristig möchten wir aber sowohl wirtschaftlich als auch sportlich auf einer guten Basis aufbauen, daher waren Schritte wie die Veränderung der Spieler der Kampfmannschaft notwendig.“ Ihr Nachsatz: „Spätestens im Sommer hätte es Veränderungen geben müssen. Uns als Vorstand ist die Entscheidung zwar nicht leicht gefallen, aber besser jetzt als eventuell dann in der 1. Landesliga.“ Der aktuelle Umbruch beruhe jedenfalls auf der Veränderung im Vorstand (unter anderem legte Sektionsleiter Scheidl sein Amt zurück). „Bis vor Kurzem gab es Unstimmigkeiten im Vorstand. Dies hat sich jetzt geändert“, ließ Kainbacher noch wissen.Wie schlagkräftig die Melker Löwen nun am Feld sind, können die Kicker übrigens bereits am Freitag um 19 Uhr gegen die SKN St. Pölten Juniors beweisen.


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