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PÖGGSTALL/PÖCHLARN.  Für heftige Diskussionen sorgte die geplante Aufnahme von 40 Asylwerbern in den neuen Reihenhäusern in Pöggstall. Nun fand man einen Kompromiss. Mit dem Einzug von Anfangs zwei Familien soll eine sanftere Integration möglich sein.       

Anfangs nur zwei syrische Familien werden ab Juni hier ihre neue Heimat finden. *Foto: Kibe
Anfangs nur zwei syrische Familien werden ab Juni hier ihre neue Heimat finden. *Foto: Kibe
Der Unmut bei der Bevölkerung über die Aufnahme von 40 syrischen Flüchtlingen war bis zuletzt ungehalten groß. Der Besitzer der Reihenhausanlage „Alpenland AG“ und die Diakonie Flüchtlingswerk haben sich für ein Integrationsprojekt entschieden, dass die Aufnahme von sechs Familien beinhaltet. „Die Gemeinde hatte dabei keine Handhabe. Die Anlage ist nicht im Besitz der Gemeinde“, informierte VP-Pöggstalls Ortschefin Mar- git Straßhofer und forderte mit der Aufnahme von Anfangs nur ein- bis zwei Familien einen sanfteren Weg für alle Beteiligten. Dieser Bitte ist man nun von Seiten des Grund- eigentümers nachgegangen. „Die Aufnahme und Einmietung  von anerkannten syrischen Flüchtlingen und Familien wird nicht im geplanten Umfang mit sechs Familien im Juni erfolgen, sondern wie das auch von Frau Bürgermeister Straßho- fer vorgeschlagen wird, schrittweise, zunächst wahrscheinlich zwei Familien. Menschen, die nur das nackte Leben nach Österreich retten konnten sollen auch in den Häusern in Pöggstall eine Chance zur Integration in ein österreichisches Gemeinwesen erhalten. In vielen Gemeinden laufen derzeit ähnliche Bemühungen, Pöggstall ist da in guter Gesellschaft“, so die Stellungnahme von Alpenland AG.  Andreas Gampert von der Diakonie Flüchtlingswerk bläst nun ebenfalls in das selbe Horn: „Für die für erfolgreiche Integration so notwendige Willkommenskultur ist es wichtig gemeinsam mit der Gemeinde und ihrer Bewohnern einen  gangbaren  und  verträglichen Weg zu finden und zu gehen. Eine sanfte Ansiedelung in kleineren Tranchen kann hier sicher hilfreich sein“. Hocherfreut zeigt sich Pöggstalls Bürgermeisterin Straßhofer „Ich freue mich wirklich sehr, dass unser Vorschlag angenommen wurde. So ist Integration viel leichter durchführbar“.   Reine Preisfrage Dennoch verstummen trotz Kompromisslösung die Stimmen der Gegner nicht. Großes  Interesse an den Reihenhäusern gab es, laut Kontrahenten, zu genüge. Einziger Knackpunkt seien stets die enormen Kosten gewesen. „Es trifft zu, dass es eine Nachfrage nach den neuen Reihenhäusern gab. Es gibt etwa 20 Interessenten, aber es kam zu fast keinen Vermietungen, nur zwei der insgesamt zwölf Reihen- und Dop- pelhäuser konnten vergeben werden. Das hat zugegeben auch mit den Kosten zu tun. Die Anlage wurde vor drei Jahren fertiggestellt, von den zwölf Häusern sind bisher zwei Häuser belegt. Von den zehn Wohnungen im Mehrfamilienhaus steht die Hälfte leer. Bisherige Bemühungen, durch erheblichen Eigenmitteleinsatz die Kosten zu senken, hat keinen Erfolg gebracht. Eine Aktion im Vorjahr, die Häuser zu stark gesenkten Kosten (210.000 Euro für ein Reihenhaus) zu verkaufen, blieb trotz starker Unterstützung durch die Gemeinde erfolglos. Wir haben nach weiteren Optimierungen und Kostensenkungsmaßnahmen heuer beschlossen, zu versuchen, Mieter zu finden, die bereit sind, die Reihenhäuser zu  600 Euro Bruttomonats- miete zu übernehmen und werden dabei Eigenmittelbeträge stunden. Die inhaltliche Idee ist ein Integra- tionshaus, das wir interessierten Ös- terreichern, die am Integrationshaus interessiert sind und Flüchtlingsfamilien anbieten wollen“, so Norbert Steiner, Obmann der Aplenland AG.   Nichts Neues in Pöchlarn Im Februar wurde bekannt, dass auch in Pöchlarn 16 Asylwerber im Scheichelbauerhaus in der Wiener- straße untergebracht werden sollen. Bürgermeister Franz Heisler (ÖVP) weiß nicht, wann die Flüchtlinge eintreffen, aber „momentan sind noch keine Asylwerber vor Ort“. Hausbesitzer Friedrich Wagner jun. wartet nur noch auf eine Genehmigung der Bezirkshauptmannschaft: „Die Räumlichkeiten sind bezugsfertig. Ich weiß aber auch nocht nicht genau, wann die 16 Personen kommen.“

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