Bürgercockpit: Jugendliche leben gerne in Michaelnbach – haben aber auch Wünsche
MICHAELNBACH. Jungen Menschen die Chance geben die eigene Gemeinde mitzugestalten, diese Idee forciert besonders die Gemeinde Michaelnbach. Neben Steyregg testete die Gemeinde das „Bürgercockpit“, bei dem in einem ersten Schritt Jugendliche via Handyapp über ihre Gemeinde befragt wurden, neue Ideen und Verbesserungsvorschläge einbringen konnten. Nun stehen die Ergebnisse fest.

Da sich die Erreichbarkeit junger Menschen in Bürgerbeteiligungsprozessen häufig als schwierig erweist, setzt Michaelnbach im Rahmen des Agenda 21 Prozess auf das „Bürgercockpit“ als neue, digitale Form der Beteiligung. Die gesammelten Ideen in Michaelnbach wurden kürzlich im Rahmen eines „Ideenkirtags“ gemeinsam weiterentwickelt. In der App Bürgercockpit können diese Umsetzungsideen in den kommenden Wochen außerdem bewertet werden und sich so auch junge Michaelnbacher einbringen, die beispielsweise aktuell nicht vor Ort sind.
Auszug aus den Ergebnissen
In zwei Alterskategorien, den elf bis 17-Jährigen und den 18- bis 22-Jährigen, wurden die jungen Michaelnbacher über ihre Gemeinde befragt. Bei den elf bis 17-Jährigen stellte sich heraus, dass sie gerne in ihrer Gemeinde leben. Ein Großteil der Befragten wünscht sich allerdings einen gemeinsamen Treffpunkt für Jugendliche. Im Rahmen des Agenda 21 Follow Up Prozess wird dieser Wunsch bereits weiterverfolgt. Auch einen Führerscheinkurs oder die Einführung eines Jugendtaxis würden die Jugendlichen befürworten.
Zu wenig Wohnraum und bessere Verkehrsanbindung
Bei den 18 bis 22-jährigen Befragten zeigt sich, dass ein Großteil auch in zehn Jahren noch gerne in Michaelnbach leben möchte. Sie finden allerdings, dass in der Gemeinde zu wenig Wohnraum für junge Bürger zur Verfügung steht. Zudem wünschen sie sich ein Restaurant oder ein Café und weiterhin so ein gutes Gemeindeklima. Für die jungen Michaelnbacher spielt sich auch ein Großteil ihrer Freizeit in der Stadt Peuerbach ab. Hier wurde der Wunsch nach einer besseren Anbindung des öffentlichen Verkehrs nach Peuerbach laut.


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