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MICHAELNBACH. Die Gemeinde Michaelnbach war in den 80er Jahren eine Langlaufdestination und so entschloss man sich, im Ort eine eigene Pistenraupe zu bauen. Herhalten musste ein ausgedienter VW-Käfer, der von der Bürgerrunde mit Erwin Burg, Hans Humer, Helmut Ecklmayr, Gerhard Rumpfhuber, Gerhard Zauner-Mitter und Manfred Stiller zu einem Pistengerät umfunktioniert wurde.

Erwin Burg, Hans Humer, Gerhard Zauner-Mitter, Gerhard Rumpfhuber, Helmut Ecklmayr und Manfred Stiller bastelten aus einem VW-Käfer ein Pistengerät.Foto: Humer

 “Damals hatten wir noch viel Schnee und ich war ein begeisterter Langläufer“, erzählt Manfred Stiller die Entstehungsgeschichte der „VW-Raupe“. „Ich hatte schon länger im Hinterkopf, etwas in dieser Richtung zu bauen.“ Als schließlich bei einer KFZ-Werkstätte in Michaelnbach ein VW-Käfer entdeckt wurde, der als zukünftiges Pistengerät bestens geeignet aussah, wurde das Projekt gestartet. Nach 800 Arbeitsstunden und der Arbeit von sechs Freunden war der Käfer nicht wiederzuerkennen. Die Bodenplatte des VW wurde seitlich eingekürzt und verstärkt. Aus Formrohren wurde eine offene Karrosserie geschaffen, die anschließend mit Blech verkleidet wurde. Beim Motor erfolgte eine Generalüberholung, die Elektrik und Beleuchtung wurden erneuert. Gummibänder verschraubt mit Alu-Vierkantrohren ergaben die Laufketten mit vier Stützrädern auf jeder Seite.Bis 2006 war das Pistengerät jeden Winter im Einsatz. Aufgrund des Schneemangels konnte die Raupe allerdings in den letzten Jahren nicht mehr betrieben werden, durch die lange Stehzeit wäre eine größere Reparatur notwendig gewesen. Die „VW-Raupe“ einfach zu verschrotten brachten die Erbauer nicht übers Herz und so darf das Einzelstück im VW-Museum in Gall in der Steiermark den Ruhestand genießen.


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