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MICHELDORF IN OÖ. Mit 20. Dezember wurden die Tore der Burg Altpernstein geschlossen und der Betrieb eingestellt. Zuvor wurden die Räumlichkeiten 70 Jahre lang von der Katholischen Jugend OÖ genutzt.

  1 / 2   Das Stift Kremsmünster überlegt nun, wie die Burg Altpernstein weiter betrieben werden kann. Foto: J. Haijes

Bereits im Februar 2016 entschied die Diözese Linz, die anstehenden Sanierungsmaßnahmen nicht mehr durchzuführen. Der Grund hierfür war, dass durch zahlreiche behördliche Vorgaben für die Renovierung, wie die Berücksichtigung des Brand- und Denkmalschutzes, die Kosten für eine Sanierung ins unermessliche steigen würden.

Pachtvertrag aufgelöst

Deshalb wurde der Pachtvertrag über die gewerberechtliche Nutzung mit dem Stift Kremsmünster, dem Eigentümer der Burg Altpernstein, mit Dezember 2017 im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst.

Betrieb bis Dezember

Durch provisorische Baumaßnahmen war ein Weiterbetrieb durch die Katholische Jugend Oberösterreich noch bis Dezember 2017 möglich. Diese provisorischen Einbauten umfasste unter anderem eine Überdachung des Burginnenhofes, die bereits wieder abgebaut wurde. Die Wasserversorgung und die EDV-Infra­struktur auf der Burg wurden ebenfalls bereits stillgelegt. Seit jeher stellte die Burg Altpernstein ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische, für Wanderer, aber auch für Touristen dar. Doch die Burg ist zudem aus rechtlichen Gründen bis auf weiteres für Besucher gesperrt.

Überlegungen über weitere Nutzung

Die Diözese Linz hat sich auf Bitte des Stiftes Kremsmünster, dem Eigentümer der Burg, dazu bereit erklärt, die Burg noch bis Ende Juni 2018 zu überwachen und sich um das Haus zu kümmern. In dieser Zeit wird sich das Stift Kremsmünster überlegen, wie eine gute weitere Nutzung der Burg Altpernstein möglich sein wird.

Abt Ambros Ebhart für Weiterführung

Abt des Stifts Kremsmünster Ambros Ebhart betont, dass nach Möglichkeiten für einen Weiterbetrieb gesucht wird und es bereits einige Initiativen gibt: „Die Burg Altpernstein wird am 30. Juni 2018 dem Stift Kremsmünster zurückgegeben. Wir suchen nach Möglichkeiten, die Burg in Zukunft weiterhin gut nutzen zu können. Dazu gibt es einige Initiativen.“

Bürgermeister Ewald Lindinger von Diözese Linz enttäuscht

Micheldorfs Bürgermeister Ewald Lindinger (SPÖ) setzt sich ebenfalls dafür ein, dass die Burg als Hotel- und Gastronomiebetrieb sowie auch als Stätte der Begegnung weitergeführt wird. Von der Diözese ist er enttäuscht: „Ich bin von der Diözese Linz enttäuscht, dass sie solch ein Kulturgut aufgibt und zu keinen Gesprächen über eine mögliche Weiterführung des Betriebes bereit ist. Wir werden aber alles dazu beitragen, dass der Betrieb weitergeführt wird.“


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