Münzbachs Bürgermeister Josef Bindreiter im Gespräch: „Nahversorger-Lücke soll rasch geschlossen werden“
MÜNZBACH. Bürgermeister Josef Bindreiter (ÖVP) gibt im Tips-Interview im Zuge der Ortsreportage Einblicke in das aktuelle Geschehen in der Gemeinde.

Tips: Welche Themen und Projekte prägen derzeit das Münzbacher Ortsleben?
Bindreiter: Nach dem Zusperren einiger Traditionshäuser im Ortszentrum fehlt aktuell ein Nahversorger. Und das, obwohl in Zentrumsnähe rege gebaut wird und die Bevölkerungszahl steigt. Zwei Projekte, zum einen von Unternehmer Karl-Heinz Prinz und zum anderen von der Lagerhaus-Genossenschaft, wurden heuer bereits im Gemeinderat vorgestellt. Beide sind an der Pabneukirchener Landesstraße nahe der Ortseinfahrt geplant und wären vom Ortszentrum gut zu Fuß erreichbar.
Tips: Was wurde in Bezug auf die Nahversorger-Konzepte konkret vorgestellt?
Bindreiter: Kurz zusammengefasst: Das Prinz-Konzept für die Einkaufszeile Münzbach West sieht einen Gebäudekomplex vor, in dem ein Nahversorger sowie weitere Dienstleister untergebracht werden können. Jenes vom Lagerhaus soll das traditionelle landwirtschaftliche Angebot mit einem Nahversorger verbinden. Dazu könnte auch eine Tankstelle und ein Gartencenter errichtet werden. Die endgültige Entscheidung wird bis Ende des Jahres fallen.
Tips: Mit großen Siedlungsprojekten wurde zuletzt der Grundstein für das weitere Wachstum der Gemeinde gelegt. Ist trotz der großen Nachfrage aktuell noch Bauland verfügbar?
Bindreiter: In den Siedlungen Marktfeld sowie Felsenruhe 1 und 2 konnten in der jüngsten Vergangenheit 66 neue Parzellen geschaffen werden. Der Ort wächst und wächst. Sowohl junge Familien aus Münzbach als auch Zuzügler sorgen für regen Baubetrieb. Rund 15 Baugründe sind aktuell noch frei, diese werden aber nicht über die Gemeinde, sondern den Projektpartner Real-Treuhand Immobilien vergeben.
Tips: Im Herbst des vergangenen Jahres schloss der Sinnepark beim Kloster seine Pforten. Inwieweit sind nun die Pläne für die Nachnutzung des Areals schon fortgeschritten?
Bindreiter: Die Planungen sind gar nicht so einfach, da die Besitzverhältnisse etwas kompliziert sind. Mittlerweile sind alle beteiligten Player an einem Tisch und suchen gemeinsam nach einer Lösung. Das ist zum einen die Diözesane Immobilienstiftung, welche den Grund um das Kloster verwaltet. Zum anderen die Pfarre, welche im Besitz der Kirche sowie des Sakristeigebäudes ist. Und natürlich auch die Gemeinde, der das Klostergebäude gehört. Von einer Sanierung und Aufwertung des Areals ist auszugehen. Mithilfe eines Investors könnten dort Wohnungen, in einem Klosternebengebäude ein Gastronomiebetrieb und weiters auch ein Veranstaltungssaal errichtet werden.
Tips: Die FF Münzbach feiert am kommenden Wochenende die offizielle Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses an der Wimmstraße. Was passiert mit dem alten Standort im Ortszentrum?
Bindreiter: Nach dem Auszug der Feuerwehr aus dem Ortszentrum, die in einem gemeinsamen Objekt mit dem Musikverein untergebracht war, tun sich nur auch für die Musiker neue Möglichkeiten auf. Eine Zukunftslösung, welche den Bau eines zeitgemäßen Musikheimes am selben Standort vorsieht, wurde bereits ausgearbeitet und vom Land Oberösterreich genehmigt. Nach den Feuerwehrkameraden bekommen nun also auch die Musiker in absehbarer Zeit ein neues Zuhause.


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