Walter Zauner ist seit seiner Kindheit von Kultur fasziniert
MÜNZKIRCHEN. Kultur liegt Walter Zauner am Herzen. Das „Auswendigspielen“ in der Volksmusik sowie sein erstes selbst gespieltes Konzert als Zehnjähriger waren ausschlaggebend für das erwachende Interesse an der Kulturarbeit. Seither hat diese im Leben von Walter Zauner einen hohen Stellenwert eingenommen.

Seitdem Walter Zauner zum Musizieren angefangen hat, hat ihn der Kulturbereich fasziniert. Vor allem das „Auswendigspielen“ in der Volksmusik hat ihn begeistert. Den endgültigen Startschuss für die Leidenschaft zur Kultur gab allerdings das Gründungskonzert des Musikverein St. Florian/Inn, bei dem er im Alter von zehn Jahren mitspielte. Während seiner Schulzeit im Musikgymnasium Linz war es sein Musikprofessor Balduin Sulzer, der den Münzkirchner förderte. „Er hat mir immer wieder Organisationstätigkeiten bezüglich Konzertveranstaltungen und Orchesterprojekten übertragen und mich somit auch neben dem Musizieren mit dem Organisations- und Managementbereich in Berührung gebracht. Und so ist meine Arbeit und das Interesse in diesem Bereich im Laufe der Zeit immer mehr geworden“, erzählt Walter Zauner über seine Anfänge in der kulturellen Arbeit.
Herzensangelegenheiten
Alle Projekte aufzuzählen, bei denen Zauner bereits mitgewirkt hat, würde mehrere Seiten füllen, aber es gibt natürlich einige Bereiche, die ihm besonders am Herzen liegen. „Sehr früh habe ich zum Beispiel begonnen im Blasmusikverband Funktionen als Kapellmeister und Bezirksjugendreferent zu übernehmen. Außerdem ist mir der Kulturverein in Münzkirchen sehr wichtig. Die Organisation von Konzertreihen, darunter die Innviertler Orgelreise, und die Mitarbeit im Landeskulturbeirat, im Erwachsenenbildungsforum und im Ring der Bildungswerke Österreichs sind schöne Aufgaben. Auch die sozialen Projekte wie die Mitarbeit im Förderverein für St. Bernhard und Invita bereichern meine Arbeit“, zählt der Münzkirchner einige seine Herzensprojekte auf. Seit 2004, mit der Gründung des Kulturvereines in Münzkirchen, ist Walter Zauner für das Volksbildungswerk OÖ (VBW) tätig. „Wir sind Mitglied im OÖ. Volksbildungswerk und daraus haben sich dann die Bezirksleitung im Jahr 2007 und infolge die Mitarbeit im Landesvorstand ergeben“, so Zauner. Seit 2011 hat er das Amt des Präsidenten des Oö. Volksbildungswerkes mit mehr als 200 Mitgliedsvereinen in ganz Oberösterreich inne.
Gleiches Recht für alle
Bei der Kulturarbeit geht es für den Direktor der Landesmusikschule Münzkirchen, neben dem Genießen vieler Kultur- und Konzertveranstaltungen, vor allem um Chancengleichheit. „Wir leben in einem lebenswerten und liebenswerten Land, jedoch haben wir ein Gefälle zwischen Stadt und Land. Mein besonderes Anliegen ist es, auch in jeder kleinen Region Bildung – im Bereich des VBW besonderes die Erwachsenenbildung – zu fördern. Bildung und Kultur stehen für mich eng in Zusammenhang mit Zusammenhalt und Vernetzung von unserer Sozialstruktur und bereichern somit unser Leben“, erklärt Walter Zauner, welche Beweggründe er hat, sich kulturell zu engagieren.
Wertschätzung der Bildungs- und Kulturarbeit
Im Jahr 2013 wurde Walter Zauner für seine Arbeit im kulturellen Bereich der Titel „Konsulent“ verliehen. „Die Verleihung solcher Titel belegen eine große Wertschätzung der Bildungs- und Kulturarbeit in Oberösterreich. Ich nehme diese Auszeichnung nicht für mich in Anspruch, sondern gebe damit den Dank und die Anerkennung an die vielen ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter, die in den Vereinen arbeiten, weiter“, zeigt sich Walter Zauner dankbar über die Wertschätzung.
Neben seiner Arbeit für das Volksbildungswerk ist der Münzkirchner auch noch im Musikverein, Obmann der Kultur AG Münzkirchen, Vizebürgermeister und Direktor der Landesmusikschule Münzkirchen. Um so viele Aufgaben bewältigen zu können, braucht es laut Zauner „ein gutes Zeitmanagement und vielfältige Unterstützung durch Menschen“. Abschließend sagt er: „Es gilt Altes zu bewahren und Lust auf Neues zu entwickeln. Volkskultur ist wieder cool.“
Information:
www.kulturag.atwww.ooevbw.at (neues Akademieprogramm für 2015 bis 2016 bereits veröffentlicht)www.orgelreise.at


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