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Bei Hügelgräbern im Neuhofinger Holz wird auch 2016 wieder gegraben

Michaela Primessnig, 11.08.2015 10:07

NAARN. Als Nachtrag zu den Kulturtagen im Mai lud Kulturreferentin Annemarie Auer kürzlich zur Radtour zu den erst vor zwei Jahren entdeckten Hügelgräbern im Neuhofinger Holz. Jutta Leskovar von den Landesmuseen erklärt, was vor Ort bisher entdeckt wurde.

Jutta Leskovar von den OÖ. Landesmuseen Foto: mip
Jutta Leskovar von den OÖ. Landesmuseen Foto: mip

Ein interessierter Bürger hat vor zwei Jahren auffällige Hügel nähe Neuhof entdeckt und die OÖ. Landesmuseem davon in Kenntnis gesetzt. Tatsächlich stellte sich nach weiteren Erhebungen heraus, dass es sich hier um rund 100 Hügelgräber handelt. Heuer im Frühjahr wurde bereits die zweite Grabung durchgeführt. „Der geöffnete Hügel wurde offenbar schon in der Urgeschichte wieder geöffnet, also waren keinerlei Hinterlassenschaften des Grabes mehr vorhanden. Solche Öffnungen sind nichts Ungewöhnliches,und müssen auch nicht immer unter dem Aspekt des Grabraubs interpretiert werden, aber man hat offensichtlich die Grabbeigaben wieder herausgenommen“, erklärte Jutta Leskovar den interessierten Naarnern beim Lokalaugenschein vor einigen Wochen.Weitere Graböffnung für 2016 geplant

Bei der ersten Graböffnung konnten allerdings Fundstücke freigelegt werden. Neben Leichenbrand kam eine Tasse aus Ton zum Vorschein, die vermutlich aus der Bronzezeit stammt. Genau kann man das aber nicht zuordnen. Fest steht, dass es sich um eine der größten Entdeckungen handelt. So viele Hügelgräber seien in der Landschaft Oberösterreichs sonst nirgends vorhanden. Daher werden die Landesmuseen, wenn ein Budget zugesagt wird für eine Grabung, in Neuhof auch weitersuchen. „Nachdem vieles da ist, wollen wir nicht locker lassen. Wir hoffen aber, dass nicht zu viele Hobby-Archäologen hier aktiv werden und hier mehr anrichten als ihnen bewusst ist“, so Leskovar.

„So wird Geschichte lebendig und spannend und macht neugierig, was möglicherweise noch alles verborgen liegt“, bedankt sich Annemarie Auer für die Ausführungen. Im Anschluss radelte die Naarner Delegation noch weiter ins Keltendorf nach Mitterkirchen.?


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