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NAARN. Im Zuge der Ortsreportage über Naarn sprach Tips mit Bürgermeister Martin Gaisberger über die Coronazeit und aktuelle Gemeindeprojekte.

Die malerische Gemeinde Naarn im Machland versunken in leichten Nebelschwaden. (Foto: Zobl Michael)
Die malerische Gemeinde Naarn im Machland versunken in leichten Nebelschwaden. (Foto: Zobl Michael)

In den letzten Wochen erlebte die Landwirtschaft und die Gemüsebauern einen Aufschwung. „Bei den Nahversorgern sind wir sehr gut aufgestellt. Hier können wir uns glücklich schätzen. Jeder hat in der Coronazeit seine Lebensmittel im Ort gekauft und musste nicht weg fahren. Wie ein Zahnrad ging alles ineinander. Die Bevölkerung hielt zusammen und das zeichnet Naarn aus und freut mich als Bürgermeister ganz besonders“, sagt Gaisberger.

„Wir wollen kontinuierlich und sauber wachsen“

Gerade wurden wieder 41 Bauparzellen im Ortsteil Au umgewidmet. Dafür gibt es 129 Interessen. „Die Nachfrage ist also sehr hoch. Aber wir wollen kontinuierlich, kontrolliert und sauber wachsen, daher werden nur zehn Bauparzellen pro Jahr verkauft“, so Gaisberger. Die große Nachfrage kommt nicht von irgendwo her: Der Ort hat ausgezeichnete Kindereinrichtungen, ein vielfältiges Vereinsleben und eine lebendigte Wirtschaft.

Attraktiv für Familien

„Wir sind eine absolute Wohlfühlgemeinde. Und für Familien haben wir in den letzten Jahren sehr viel gemacht. Von Krabbelstube bis Neue Mittelschule ist alles im Ort vorhanden. Auch die Nachmittagsbetreuung wird gut angenommen und immer gefragter“, betont Gaisberger. Und wichtig für jede Gemeinschaft ist das Vereinsleben. Dieses ist in der Marktgemeinde bunt gemischt. Von Jäger, über Fischer bis hin zu drei Feuerwehr ist für jeden Einwohner etwas passendes dabei. „Mein Ziel war es immer, das Vereinsleben bestmöglich zu unterstützen und zu fördern. Daher bekommen die 60 aktiven Musiker nun auch ein größeres Musikheim. Gerade die Musik ist für einen lebendigen Ort wichtig. Sie ist auf jeder Veranstaltung vertreten. Daher brauchen sie zum Proben eine neue Stätte. Das jetzige Musikheim wird saniert und mit einem Anbau vergrößert. Der Baubeginn ist mit 2021 geplant“, so der Bürgermeister. Und auch der Tribünenbau der Union ist fast abgeschlossen. Derzeit werden noch Elektro- und Installationsarbeiten durchgeführt. Auch bei den Einsatzorganisationen tut sich was: Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Naarn bekommen neue Fahrzeuge und daher muss die Garage dementsprechend adaptiert werden. Ein weiteres Projekt ist das Gemeindeamt. Dieses soll saniert werden. Derzeit werden noch Architektengespräche geführt.

Altersgerechtes Wohnen

Laut einer von der Gemeinde beauftragten Studie wollen ältere Naarner so lange wie möglich in ihrer Gemeinde bleiben. „Das ist auch verständlich. Sie haben Freunde und Familie im Ort und engagieren sich oft in einem Verein. Daher sollen nun 18 altersgerechte Wohneinheiten auf der Pfarrwiese entstehen“, so Gaisberger. Anfang September werden alle Interessenten eingeladen und das Projekt wird im Detail vorgestellt. Wohnungen soll es zwischen 50 und 70 Quadratmeter geben. Das Projekt geht nun in die Verwirklichung und der voraussichtliche Baustart ist im Herbst. „Wir sind als Gemeinde sehr bemüht, nicht nur für junge Familien etwas zu schaffen, sondern auch für ältere Personen.“

Starker Wirtschaftsstandort

„Besonders freut mich auch, dass unsere Unternehmer auf extremst guten Beinen stehen. Sie bieten Know-how und Arbeitsplätze. Viele Bewohner finden so ihre Arbeit im Ort und müssen nicht pendeln. Es ist eine Freude solche Unternehmer im Ort zu haben. Zu den großen Pluspunkten in Naarn zählt auch der Bereich Freizeit und Tourismus. Nicht nur Einheimische, auch viele Gäste von auswärts finden hier Erholung. Die Gemeinde bietet sich somit vor allem in der warmen Jahreszeit für einen Ausflug an, der sich gut mit einem Ausklang in der vielseitigen, örtlichen Gastronomie verbinden lässt.


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Kritiker
Kritiker
09.08.2021 21:08

Bauland

Fakt ist, dass auch bei einem "kontinuierlichen" Wachstum früher oder später das bebaubare Land zu Ende gehen wird. Es kann auf einer Erde, bzw. in diesem Fall einer Gemeinde mit endlichen (Flächen)Ressourcen kein unendliches Wachstum geben.