Altes Natternbacher Gemeindeamt soll modernem Mehrzweckgebäude weichen
NATTERNBACH. Die Zukunft des ehemaligen Gemeindeamtes in Natternbach steht fest: Die Abrissarbeiten beginnen Mitte März. Anschließend will man mit einem neuem Projekt den Ortskern aufwerten und mehr beleben. Ein Investor hätte bereits ein konkretes, vielversprechendes Konzept vorgelegt. Auch an anderen Punkten der Gemeinde wird eifrig gebaut.

Das ehemalige Gemeindeamt in Natternbach stand im Jahr 2017 noch auf der Internetplattform willhaben.at zum Verkauf. Heute sieht die Zukunft des in die Jahre gekommenen Gebäudes anders aus. Mitte März wird mit dem Abriss begonnen, um Platz zu schaffen.
Abwärtsspirale stoppen
Etwas neues soll entstehen, das vor allem dafür sorgt, dass der Natternbacher Ortskern wieder mehr belebt wird. Geschäfte haben zugesperrt, Wirtshäuser ihren Betrieb eingestellt. „Wir wollen diese Abwärtsspirale bremsen“, erklärt Amtsleiter Siegfried Sageder auf Tips-Nachfrage. Ein Angebot eines Investors liege bereits vor. Geht es nach diesem, soll ein mehrgeschossiges Mehrzweckgebäude entstehen. Ein Markt im Erdgeschoss soll die Nahversorgung sichern, Geschäftsräumlichkeiten, Angebote für den Gesundheitsbereich und Wohnungen sollen ebenso im Gebäude Platz finden. „Uns ist wichtig, dass das neue Projekt Frequenz ins Zentrum bringt“, erklärt Sageder. Bezüglich eines Wechsels des am Ortsrand ansässigen Nahversorgers ins Zentrum werde laut Bürgermeister Josef Ruschak (ÖVP) verhandelt. Ein laufender Mietvertrag am derzeitigen Standort sowie zu wenig verfügbare Parkplätze im Ort sprechen allerdings nicht für einen Standortwechsel des Nah und Frisch-Marktes.
Wertvolle Lage
Interessenten, die das alte Gebäude als reines Wohngebäude oder als Standort für ein Museum verwenden wollten, stießen bei der Gemeinde auf wenig Gegenliebe. „Dafür ist dieser Standort zu wertvoll“, meint der Amtsleiter. „Es soll ein Projekt sein, dass zum Ziel hat, die Nahversorgung wieder ins Zentrum zu holen“. Nach dem Abriss und wenn die fixierten Projektunterlagen vorliegen, will man im Gemeinderat den Startschuss für den Neubau beschließen.
Sanierung des Schulvorplatzes
Ein schon länger geplantes Projekt in Natternbach war die Sanierung des Schulvorplatzes. Dieser stammt aus den 70er Jahren und sei bereits sehr desolat. Der Vorplatz wird im Zuge der Zentrumsneugestaltung, die mit dem Neubau des Gemeindeamtes im Jahr 2014 begann und mit der Neugestaltung des Marktplatzes 2017 seine Fortsetzung fand, realisiert. Die Schulbushaltestelle wird verlegt um so mehr Sicherheit zu gewährleisten. In weiterer Folge wird der Vorplatz barrierefrei gemacht.
Wohnungen im Pfarrheim
Auch im nach dem Tod von Pfarrer Karl Hagler 2015 leerstehenden Pfarrheim wird demnächst gebaut. Das Gebäude wurde von der Pfarre Natternbach an Diözesane Immobilien-Stiftung in Linz übergeben. Diese prüft aktuell den Einbau von vier Wohnungen.


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