UPDATE: Traktor kollidierte mit Mühlkreisbahn
NEUFELDEN. Mittlerweile sind die unglücklichen Umstände bekannt, unter denen Traktor und Mühlkreisbahn zusammentreffen konnten.

Der 47-jährige Traktorlenker aus Kleinzell wollte mit seinem Zugfahrzeug an einer sehr schlecht einsehbaren Stelle den Schienenstrang der Mühlkreisbahn überqueren. Genau in diesem Moment kam aus Richtung Bahnhof Neufelden ein Triebwagen an, der von einem 46-jährigen Zugführer nach Neuhaus-Niederwaldkirchen geführt werden sollte. Der Zugführer konnte den Triebwagen nicht mehr rechtzeitig zum Stillstand bringen und auch der Landwirt war nicht mehr in der Lage, sein Fuhrwerk rechtzeitig und ausreichend von den Geleisen zu fahren. Der Triebwagen erfasste die Zugmaschine im Bereich des rechten Vorderrades. In weiterer Folge wurde der Traktor auf eine Böschung geschoben und schlitterte mit seiner rechten Fahrzeugseite, gegen die linke Seite des Triebwagens. Der zur Seite geneigte Traktor rammte dabei mit dem Kabinendach zwei Verbundglasfenster des Triebwagens, welche dann samt Rahmen in den Fahrgastraum gedrückt wurden und zerschellten.
Schwangere kam vorsorglich ins Spital
Noch im Verlauf des Vorfalles konnten sich Fahrgäste im Zug, eine Familie aus Haslach/Mühl, durch reflexartiges Verlassen ihrer Sitzreihen in Sicherheit bringen und blieben dadurch nahezu unverletzt. Eine schwangere Person wurde vorsorglich in das Krankenhaus Rohrbach eingeliefert und dort ambulant behandelt. Triebwagenführer sowie weitere Fahrgäste, als auch der Lenker der Zugmaschine blieben unverletzt. Der Traktor wurde bei dem Unfall schwer beschädigt, konnte aber noch an der Unfallstelle fahrtauglich gemacht werden.
Original-Artikel:
NEUFELDEN. Ein Zugunfall mit einem Traktor ereignete sich heute früh in Neufelden.
Noch nicht bekannt ist, warum ein Landwirt bei Holzarbeiten mit einem Personenzug kollidierte. Am Waggon gingen zwei Scheiben zu Bruch, acht dort sitzende Passagiere reagierten blitzschnell und retteten sich auf die andere Seite. Sie blieben unverletzt. Auch Traktorfahrer und Lokführer kamen mit dem Schrecken davon.
Vier Feuerwehren im Einsatz
Der Traktor wurde von vier Feuerwehren mit Greifzügen und Seilwinde gesichert und anschließend aus dem Gefahrenbereich entfernt. Sie konnten kurz nach elf Uhr wieder einrücken.


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