Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

NEUFELDEN. Allez les Autrichiens: Nicht mit dem runden Leder, sondern mit spitzer Feder leistet Thomas Paster seinen Beitrag an der derzeit laufenden Fußball-Europameisterschaft. Der Künstler, der seit 2002 ein Atelier in Neufelden betreibt, hat zu einer Karikatur-Ausstellung in Paris und Krems ein Fußball-Cartoon beigesteuert. Gleichzeitig zeigt er im Ulrichsberger Jazzatelier Landschaftsmalereien - und damit seine ganz andere künstlerische Seite.
 

Short Break: Kurze Unterbrechung am Fußballplatz. Karikatur: Paster
  1 / 2   Short Break: Kurze Unterbrechung am Fußballplatz. Karikatur: Paster

Das Sportereignis des Jahres in Frankreich wird auch von österreichischer Kunst begleitet. 50 Karikaturen und Cartoons sind in dieser Ausstellung bis 10. Juli in den Räumlichkeiten der Österreichischen Botschaft in Paris sowie zeitgleich im Karikaturmuseum Krems zu sehen. Das Werk „Short Break“ von Thomas Paster hängt hier neben Karikaturen von Gerhard Haderer, IRONIMUS, Nicolas Mahler, Thomas Wizany und anderen bekannten Zeichnern.

Während ein Künstler mit Cartoons ein gesellschaftliches Thema aufgreift und, so Paster, zum „Autor wird und etwas sagen will“, soll ein Bild alleine auf den Betrachter wirken. „Man darf Maler nicht in Kategorien stecken - Abwechslung ist Realität und auch tragende Säule in einem Atelier. Das Suchen und Anwenden von charakteristischen Ausdrucksformen, Techniken und Ausführungsgraden spielt im Alltag eine bedeutende Rolle“, meint Paster, der seinem Atelier auch immer wieder einen Handwerk-Werkstatt-Charakter verpasst und mit anderen Künstlern zusammenarbeitet.

Natur im Wandel

Auf der Suche nach Vielfalt beschäftigt er sich gerne auch mit Illustrationen, mit Skizzen und Zeichnungen, mit Malereien, die oft auch großformatiger ausfallen. Wobei die Natur sein Lieblingsthema ist. Ebensolche Bilder zeigt er noch bis 1. Juli in den Galerieräumen des Ulrichsberger Jazzateliers. Einen Teil der Schau hat er als „Blühende Wand“ gestaltet: „Die 15 Einzelsujets sind aus der immer wiederkehrenden Auseinandersetzung mit dem Frühlings-Aspekt der Farben und des Lichts entstanden“, erklärt der Maler, für den „die feinen Weiß-Nuancen in Kombination mit pechschwarzen Ästen zum Beispiel bei der Kirschblüte, die unzähligen Violett/Rosa-Modulationen und das nach Monaten der Abwesenheit wieder erste Aufleuchten von frischem Grün“ stets eine Herausforderung sind. „Landschaftsmalerei ist eigentlich nie abgeschlossen, man sieht diese immer wieder neu. Und man kann irrsinnig viel lernen, wenn man genau hinschaut - das ist wirklich inspirierend.“ Paster möchte mit seinen Kunstwerken die Leute motivieren, sich Bilder anschauen zu trauen. „Mit Kunst muss man sich auseinandersetzen und sie reflektieren, dann bekommt sie bleibende Qualität.“

Im Herbst wird er sich an einer Ausstellung zum Hieronymus Bosch-Thema in Wien beteiligen. Außerdem kann er sich weitere Ausstellungen in Neuseeland (der Heimat seiner Frau) vorstellen, wo Galerien Interesse an Pasters Landschaftsmalereien bekundet haben.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden