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NEUFELDEN. Um Pendler zu Mitarbeitern zu machen, muss man beim Geld und der verlorenen Lebenszeit ansetzen; und bei den jungen Leuten, denn langjährige Pendler werden nicht wechseln. Das ist die Kurzfassung der Pendlermotivstudie, die das Market-Institut im Auftrag des Neufeldner Unternehmens Biohort erstellt hat. Vor zahlreichen Unternehmern aus der Region wurden die Ergebnisse im neuen Holding-Forum präsentiert.

  1 / 5   Die Ergebnisse der Pendlermotivstudie wurden beim ersten Unternehmerforum bei Biohort präsentiert. Foto: cityfoto.at/Katouly David

Neue Mitarbeiter zu gewinnen, ist eine ständige Herausforderung, „die größte Challenge“, sagt Biohort-Geschäftsführer Josef Priglinger. Er hat deshalb die Studie in Auftrag gegeben, um die Motive der Pendler zu hinterfragen.

Tatsache ist, dass die Arbeitszufriedenheit in Österreich generell sehr hoch ist. Keine guten Voraussetzungen, um Pendler zur Rückkehr zu bewegen. „Beweglich ist der, der unzufrieden ist“, sagte Werner Beutelmeyer, Geschäftsführer des Market-Instituts. Als Motive fürs Pendeln nannten die 208 Befragten mit größerem Abstand die gute Bezahlung, gefolgt von der Arbeitsplatzsicherheit. „Dafür opfern Pendler sogar das Betriebsklima, das ihnen eigentlich wichtig ist“, zeigte Beutelmeyer auf. „Wir müssen deshalb übers Geld reden. Ein Drittel der Pendler meint, dass Betriebe in der Region schlechter als Betriebe im Zentralraum zahlen. Das heißt nicht, dass es so ist – aber die Bilder sind im Kopf.“

Verlorene Lebenszeit

Viel deutlicher aufzeigen müsse man aber auch, wie viele Stunden Pendler im Auto versitzen. „Viele der Befragten unterschätzen diese verlorene Zeit – 19 Prozent stimmen dem voll und ganz zu, weitere 28 stimmen zu“, zitierte der Meinungsforscher aus der Studie. Die Hälfte der Pendler ist der Meinung, dass langjährige Pendler den Beruf nicht wechseln, um Abfertigungsansprüche nicht zu verlieren.

Jüngere sind bereit zu wechseln

Sieben von zehn Pendlern wollen auch in Zukunft zum gewohnten Arbeitsplatz pendeln. Allerdings hat sich knapp ein Viertel bereits nach einem neuen Arbeitsplatz in der Region umgeschaut oder plant dies zu tun. „Es tut sich ein Fenster auf, aber es ist kein Selbstläufer“, betont der Experte, „angehen muss man vor allem die jüngere Altersgruppe, denn diese wollen keine Lebenszeit verlieren. Bei den über 50-Jährigen ist der Spielraum äußerst bescheiden.“ Das Wichtigste sei, darüber zu reden, wie gut sich die Region entwickelt, was die heimischen Unternehmen leisten und was sie vorhaben, denn „Angebot schafft Nachfrage“, schloß Werner Beutelmeyer.

Laufend auf der Suche

Das Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen ist beim Gerätehaus-Hersteller Biohort auf jeden Fall vorhanden. Allein im Vorjahr wurden 62 neue Mitarbeiter aufgenommen, heuer schon wieder 16. Der Umsatz ist in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt um 20 Prozent angestiegen.

Das Wachstum geht weiter: Im Herbst wird der zweite Standort in Herzogsdorf eröffnet, 2020 ist dort bereits eine Verdoppelung der Fläche geplant. Am Stammsitz in Pürnstein soll spätestens 2024 die Müller-Wipperfürth-Halle abgerissen und neu gebaut werden. Auch beim Treppenlift-Hersteller Ascendor in Drautendorf (ebenfalls Teil der Priglinger Holding) wird im nächsten Jahr ein neues Werk errichtet. Für neue Mitarbeiter ist deshalb immer Platz.

Bilder von der Veranstaltung gibt es hier zu sehen. 

www.cityfoto.at


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Der echte Mühlviertler
Der echte Mühlviertler
03.01.2021 20:30

Viele schöne Worte, was fehlt sind jedoch Taten, zum Beispie

Und eine Korrektur zu Beginn: Hohe Löhne schaffen Nachfrage. Alles andere ist Marketing-Unsinn. a) Mühlviertler Firmen bezahlen nachweislich schlechter, gesamt-statistisch nachweisbar. Einzelfälle sind da noch viel schlimmer. Und, es wird schlechter, nicht besser. Gründe sind: Schlechte Branche, Firmen nehmen den schlechtesten Kollektivvertrag, falsche Einstufung, meist keine Biennalsprünge, keine regelmäßigen Gehaltserhöhungen, kein 15. oder 16. Monatsgehalt. Einfach NIX. b) Sehr unseriös. Jeder der nicht direkt neben dem Betriebsgebäude lebt pendelt. Auch vom Nachbarort. Jeder ist Pendler. Egal ob man von Niederwaldkirchen nach Linz, oder von Bad Schallerbach nach Niederwaldkirchen zur Arbeit fährt. Aus eigener Erfahrung: Auf Landstraßen kann die Fahrt zur Arbeit mitunter auch extrem lange dauern, und der Verkehr wird für solche Wege auch immer schlimmer. Und ob ich nun 25-30min oder 40-45min unterwegs bin ist herzlich egal.