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Neuhofen. Keine Einigung gibt es über die Finanzierung des Grundstückes für das geplante Altstoffsammelzentrum in Neuhofen. Die fünf beteiligten Gemeinden hatten sich zwar auf einen Finanzierungsschlüssel geeinigt, mangels Landesförderung scheint dieser Plan aber vorerst zum Scheitern verurteilt.

Dürfen bald nur noch Neuhofener hier entsorgen?
Dürfen bald nur noch Neuhofener hier entsorgen?

„Seit wir wissen, dass es keine Bedarfszuweisungen des Landes gibt, steht für uns fest, dass wir nicht mitzahlen“, sagt etwa Piberbachs Ortschef Florian Kranawetter. 60.000 Euro wäre der Anteil, den die Gemeinde für den Ankauf des Grundstückes im Neuhofener Ortsteil Fischen bezahlen sollte. „Für mich sind 60.000 Euro für ein Projekt in der Nachbargemeinde totes Kapital“, legt Amtsleiter Markus Mitterbauer nach.

Wer kauft das Grundstück?

Fakt ist aber: Damit der Bezirksabfallverband für die fünf Gemeinden im Kremstal ein ASZ in Auftrag geben kann, müssen die Gemeinden ein Grundstück zur Verfügung stellen. Bei den meisten Zentren hat die Standortgemeinde das Grundstück finanziert. Es gibt aber sehr wohl Beispiele, wo mehrere Gemeinden die Finanzierung gemeinsam aufgestellt haben. Neuhofens Bürgermeister Günter Engertsberger dazu: „Neuhofen wird sicher nicht ein Grundstück alleine finanzieren, das den Zweck hat, dass die angrenzenden Gemeinden ihre Altstoffe dort entsorgen können. Neuhofen hat dann auch noch die Belastungen des Verkehrs, Geruchs und Lärms zu tragen. Sollte es zu der gemeinsamen Finanzierung nicht kommen, wird Neuhofen den bestehenden Vertrag mit dem Bezirksabfallverband aufkündigen und nur mehr eine Sammelstelle für die Bevölkerung von Neuhofen am jetzigen Standort betreiben“, sagt Engertsberger.

Bauherr ist der Bezirksabfallverband

In diesem Fall müsste sich Neuhofen aber auch einen neuen Betreiber für das ASZ suchen. Sollte es doch noch eine Einigung geben und der Grund angekauft werden, übernimmt der Bezirksabfallverband als Bauherr. „Es gibt von unserer Seite bereits einen Grundsatzbeschluss für den Bau. Denn die Notwendigkeit ist unumstritten“, bestätigt Dietmar Kapsamer, Obmann des Bezirksabfallverbandes Linz-Land. Aber auch der Verband muss die Investition von einer Million Euro vermutlich erstmals ohne Förderungen stemmen. Früher, als die meisten ASZ gebaut wurden, lag die Förderung bei 40 Prozent.


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