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Aufgrund einer EU-Wasserrahmenrichtlinie wird in Neuhofen beim Obermühlwehr in der Krems eine Fischaufstiegshilfe gebaut. Die Kosten des  Projekts belaufen sich auf rund 530.000 Euro und werden zu 90 Prozent von Bund und Land sowie zu 10 Prozent von den Gemeinden Neuhofen und Piberbach getragen. 

Neben dem Bau der Fischaufstiegshilfe wird beim Obermühlwehr auch ein Kanal umgelegt und eine Brücke zur Erreichung der Liegewiese errichtet.
        Gustav Oberhuber von den Grünen Neuhofen prangerte kürzlich die hohen Kosten und die Zerstörung der Spiel- und Liegewiese an, die sich beim Obermühlwehr befindet. Oberhuber bedauert außerdem, dass die Fischaufstiegshilfe nicht so umgesetzt wird, wie es ursprünglich beim nicht realisierten Kraftwerk geplant war. Bei diesem Projekt hätten die Kosten nur 150.000 Euro betragen. Außerdem hätte es nur einen Bruchteil der Fläche gebraucht, die das neue Bauprojekt vorsieht. „Diese Behauptungen sind ein Schwachsinn und an den Haaren herbeigezogen“, äußerte sich Piberbachs Amtsleiter Markus Mitterbauer. Mitterbauer erklärte, dass Neuhofen einen öffentlichen Abwasserkanal umlegen und bei der Mündung des Fischaufstiegs in die Krems eine Brücke bauen wolle, um die Liegewiese zu erreichen. Diese wird laut Neuhofens Bürgermeister Günther Engertsberger (SPÖ) lediglich um ein Drittel kleiner. All diese Faktoren verteuern aber das Projekt. „Die Kosten sind jetzt auf 530.000 Euro gestiegen. Diese Steigerung trägt die Gemeinde Piberbach nicht mit“, sagt Mitterbauer. Baubeginn unter ZeitdruckDie 10 Prozent, die die Gemeinden Neuhofen und Piberbach für die Fischaufstiegshilfe bezahlen, werden daher nicht einfach aufgeteilt, sondern gehen zu zwei Drittel zu Lasten von Neuhofen und zu einem Drittel zu Lasten von Piberbach. Um in den Genuss der 90 Prozent-Förderung zu kommen, muss aber noch dieses Jahr mit dem Bau begonnen werden. Ansonsten drohe laut Mitterbauer ein Abfall der Förderung von Bund und Land auf 80 Prozent oder weniger. Die Fischaufstiegshilfe überhaupt auf dem Gemeindegebiet von Piberbach zu bauen, kommt für den Amtsleiter nicht infrage. „Das ist auf Piberbacher-Seite ein mordsmäßiger Bauaufwand. Außerdem müsste extra ein Grundstück angekauft werden, was höhere Kosten verursachen würde als in Neuhofen“, argumentierte Mitterbauer.

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