Leserbrief zur Umfahrung Neuhofen
Martin Tanzer ist seit 37 Jahren direkter Anrainer der B139 in der Kremstalstraße. Er hat und folgenden Leserbrief in die Redaktion geschickt:

Bekanntlich hat sich eine Mehrheit der Bevölkerung 2014 für die Verlegung der B 139 vom Ortszentrum auf die ortsnahe Trasse ausgesprochen. Seither ist das Land OÖ mit der Planung am Zug. Seit einigen Monaten gibt es einen ersten Entwurf der Umfahrung auf der ortsnahen Trasse, noch heuer soll die Trasse vom Land OÖ verordnet und somit die Trassenführung fixiert werden. Es ist also nach jahrzehntelanger Diskussion eine Entlastung des Ortszentrums und damit hunderter Familien, die direkt an der B 139 wohnen, in Sicht.
Gar nicht zufrieden scheint mit dieser Entwicklung die Bürgermeisterpartei SPÖ und die ihr offensichtlich nahestehende Bürgerinitiative Zukunft Neuhofen zu sein, treten sie doch seit einigen Wochen wieder massiv gegen die geplante Verlegung der B 139 auf, ohne jedoch eine ernsthafte Alternative anbieten zu können.
Auf Plakaten und Flugblättern werden Schreckensszenarien dargestellt, der Straßenverlauf, um die Dramatik zu erhöhen, gar gleich über bebautes Gebiet gezeichnet und die Umfahrung statt bei der Grundstraße bereits bei der Tankstelle Waldl wieder auf die alte B 139 zurückgeführt.
Der Bürgermeister wollte nun auf Gemeindekosten einen weiteren Verkehrsplaner beauftragen, um wieder nach anderen Lösungen zu suchen, was neben Geldverschwendung zu weiteren zeitlichen Verzögerungen führen würde. Wer sich die Landkarte von Neuhofen und Umgebung mit etwas Hausverstand anschaut, muss erkennen, dass jede andere Variante unabhängig von Machbarkeit (Verbauung, Eisenbahn, Hochwasser,….) mehr Bewohner negativ treffen würde als die nun geplante.
Es stellt sich die Frage, ob diese Verhinderungspolitik die Interessen einzelner Gemeindepolitiker besonders schützen will? Wohnt doch die Frau Vizebürgermeister ca. 70 m entfernt der neu geplanten Fahrbahn? Oder wie kann mit der Verkehrsberuhigung des Ortszentrums die Forderung nach einer Umfahrung des 5 km entfernten Ortsteiles Fischen verbunden werden? Vielleicht weil dort ein parteiintern immer noch einflussreicher ehemaliger SPÖ-Gemeinderat wohnt?
Ein Straßenprojekt in der Dimension der Umfahrung Neuhofen wird immer ein Kompromiss sein, und auch für einzelne Nachteile bringen. Diese sind durch konkrete Maßnahmen so gering als möglich zu halten und bei Bedarf auch zu entschädigen. Die Verlegung der B 139 wird nicht alle Verkehrsprobleme von Neuhofen lösen, weitere Maßnahmen zur Ableitung des Verkehrs Richtung Steyr werden folgen müssen. Begonnen sollte jedoch möglichst rasch dort werden, wo der größtmögliche Entlastungseffekt erreicht wird.
Die Neuhofner Gemeindeführung sollte sich daher auf ihren Wählerauftrag besinnen und mit dem Land OÖ in konsequenten, aber konstruktiven Detailverhandlungen die bestmögliche Umsetzung der Verlegung der B 139 im Interesse der Neuhofner Bevölkerung und der unmittelbar Betroffenen erreichen.


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09.11.2018 13:56
keine Diskussion
ob es eine Umfahrung geben sollte oder nicht steht meines Erachtens gar nicht zur Diskussion - de facto sind es untragbar viele Autos und LKWs die tagtäglich das Ortszentrum passieren und damit nicht gerade für Lebensqualität sorgen - gemütlich in Neuhofen im Gastgarten sitzen ist kaum möglich da man sein eigenes Wort ja kaum versteht
30.05.2018 14:32
Problemlösung
Das Problem ist zu viel Verkehr. Eine Umfahrungsstraße löst dieses Problem nicht, sondern verlagert es nur woanders hin und verstärkt es noch dazu, weil es die Strecke attraktiver macht. Warum sind Menschen, die an einer Umfahrungsstraße leben müssen, weniger wert als andere? Warum sollen die sich auf einmal damit abfinden? Wer kommt für die Schäden auf, die dadurch enstehen?
29.05.2018 22:33
Probleme?
Also für alle die Neuhofen nicht kennen, es gibt hier keine Staus oder so, es geht "nur" um den vielen Verkehr an sich. Dzt kaum wertvolle Gebäude würden durch die Umfahrung ganz schön an Anlagewert und Lebensqualität gewinnen. Die Umfahrung kostet leider richtig viel, obwohl der gewünschte Tunnel vom Land schon gestrichen wurde, dadurch steigt halt wieder die Lärmbelästigung... Es dreht sich in Kreis. Ana, übrigens in Kreis, die Umfahrung wird seit 40 Jahren von allen Parteien einmal gefordert und dann wieder verweigert. Lustiges Spiel.