Zwischen Vorurteil und Zukunftsvision: Das steckt hinter E-Mobilität
NEUKIRCHEN. Elektromobilität findet Freunde und Kritiker gleichermaßen. Von umweltschonend bis klimaschädigend bewegen sich die Meinungen. Rupert Puntigam referiert zu diesem Thema im Pfarrheim Neukirchen und räumt im Tips-Interview mit den gängisten Klischees rund um E-Mobilität auf.

Tips: Warum sehen Sie die Zukunft im Elektroantrieb?
Rupert Puntigam: Die E-Mobilität bietet die Möglichkeit, unsere Mobilität wesentlich klimaschonender zu gestalten. Darüber hinaus ist sie – sofern die jetzt schon erreichten niedrigen Herstellkosten des Elektroantriebs und der Batterie an den Endkunden weitergegeben werden – auch wesentlich kostengünstiger als andere Antriebssysteme.
Tips: E-Mobilität steht nicht selten in der Kritik. E-Mobile als Klimasünder, Strom dafür komme aus Atomkraftwerken, für die Akkuproduktion würden sehr schlechte Arbeitsbedingungen in Afrika herrschen und auch der hohe CO2-Ausstoß sei ein Thema – was sagen Sie dazu?
Puntigam: Dass E-Mobile Klimasünder sind, ist definitiv eine Falschaussage, das wird bei meinem Vortrag klar. Zum Thema Strom aus Atomkraftwerken für E-Auto meine ich: Gibt es überhaupt ein Elektroauto, das nicht mit Ökostrom betrieben wird? Ich rechne beim Vortrag vor, welche Minimalmengen in Wirklichkeit benötigt werden und was an Infrastruktur real benötigt wird. Bezüglich Arbeitsbedingungen in Afrika: Ja, dieses Thema muss die Industrie (eigentlich Politik) regeln, sonst werden Natur und Mensch aus Profitgier ausgebeutet. Das passiert leider immer wieder und überall – gerade auch massiv bei den jetzt verwendeten fossilen Energieträgern. Die Akkuproduktion benötigt größere – jedoch im Vergleich mit herkömmlichen Antrieben über die Lebenszeit gesehen wesentlich geringere – Energiemengen. Aber warum sollen diese nicht erneuerbar bereitgestellt werden? Damit entfällt auch dieser CO2 Ausstoß.


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